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Stoßherd

Lang-Stoßherd
Lang-Stoßherd

Diese sind älterer Bauart, wobei der Durchsatz geringer ist wie beim Kurzstoßherd. Museum Altenberg.

Doc Diether
Kurz-Stoßherd
Kurz-Stoßherd

Das sind die in modernerer Zeit verwendeten Typen. Sie haben einen größeren Durchsatz wie die Lang-Stoßherde. Museum Altenberg.

Doc Diether

Stoßherde zur naßmechanischen Sortierung von Feststoffen unterschiedlicher Dichte gehören seit vielen Jahren zu den Standardmaschinen bei der Erz- und Kohleaufbereitung.

Beim Stoßherd findet eine Trennung nach der Dichte in einem Schichtungsprozeß unter Ausnutzung der Reibung zwischen den Feststoffteilchen und dem Herdbelag sowie der Strömungsenergie der über den Herdbelag fließenden Flüssigkeit (Wasser) statt. Der Schichtungsvorgang wird dabei zwischen den auf dem Herdbelag befindlichen Rillen bzw. Leisten durch mechanische schnell aufeinander folgende Stoßbewegungen der beweglich gelagerten Herdplatte hervorgerufen. Die unteren spezifisch schweren Feststoffe werden infolge der Reibung auf dem Herdbelag zwischen den Leisten bzw. in den Rillen weiterbefördert, die oberen spezifisch leichten Feststoffe werden durch die Wirkung des strömenden Wassers über die Kanten der Rillen bzw. Leisten gespült. Die Trennung erfolgt somit nach der Schwerkraft der Feststoffteilchen, wobei die die Trennung hervorrufenden Bewegungsvorgänge in einem rechten Winkel zueinander wirken. Durch Veränderung der Frequenz und der Amplitude der Stoßbewegung des Herdes, der Herdneigung sowie der Strömungsenergie der über den Herdbelag fließenden Flüssigkeit können Durchsatz, Trennschärfe und Trennkorngröße verändert werden.

Schon vor Jahrhunderten wurden Stoßherde zum Trennen des Zinnerzes (Kassiterit) von beibrechenden anderen Erzen wie Arsenkies, Kupferkies, Wolframit und dem Ganggestein verwendet.


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