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Stranski, Iwan Nikolow

Professor Iwan Nikolow Stranski ( * 2. Januar 1897 Sofia, Bulgarien; † 19. Juni 1979 ebenda) war ein deutsch-bulgarischer Physikochemiker.

Stranski begann zunächst ein Medizinstudium, wechselte dann zum Fach Biologie und nahm 1918 ein Chemiestudium an der Universität Wien auf, das er später an der Universität Sofia fortsetzte und dort mit dem Diplom abschloss. An der Universität Berlin wandte er sich der physikalischen Chemie zu und wurde 1925 zum Dr. phil. promoviert. Nach Aufenthalten in Bulgarien, Russland und dann wieder in Deutschland wurde er 1944 zum Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physikalische Chemie berufen. Von 1953 bis zu seiner Emeritierung 1970 war er Leiter einer selbständigen Abteilung und stellvertretender Direktor des Instituts.

1945 wurde er als Nachfolger von Max Volmer zum ordentlichen Professor und Direktor des Instituts für Physikalische Chemie der Technischen Universität Berlin berufen. 1951–1953 war er Rektor der Hochschule. 1963 wurde er emeritiert.

Er lebte 1944 bis zu seinem Tod hauptsächlich in Berlin, wo die wichtigsten Stationen seiner wissenschaftlichen Karriere lagen. Stranski leistete grundlegende theoretische Arbeiten zur Oberflächenchemie und zum Kristallwachstum, weshalb er oft als der „Vater der Kristallwachstumsforschung“ bezeichnet wird. Einer der grundlegenden Mechanismen des Kristallwachstums, das Stranski-Krastanow-Wachstum, oder auch die Kossel-Stranski-Theorie sind noch heute mit seinem Namen verbunden.

Es gab zahlreiche Ehrungen für ihn. Das Mineral "Stranskyit" trägt seinen Namen.


Literatur:

  • Ivan S. Gutzow: Prof. Dr. Ivan N. Stranski (1897–1979): one of the Founders of Present-day Theory of Crystal Forms, Crystal Nucleation and Growth, in: Crystal Research and Technology 32 (2006), S.753–58.

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