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Streng, Johann August

Prof. Dr. Johann August Streng (* 4. Februar 1830 Frankfurt am Main; † 7. Januar 1897 Gießen) war ein deutscher Mineraloge, Chemiker und Geologe.

Streng besuchte das Gymnasium in Frankfurt am Main und studierte ab 1848 an der TH Karlsruhe und danach bei Robert Bunsen in Marburg Chemie. 1852 ging er als Assistent von Bunsen mit diesem nach Heidelberg, wo er sich 1853 habilitierte. 1862 wurde er Chemieprofessor an der Bergakademie Clausthal und 1867 Professor für Mineralogie in Gießen. 1878 bis 1879 war er Rektor der Universität Gießen. 1895 wurde er emeritiert.

Streng entwickelte analytische chemische Verfahren für die Mineralien- und Gesteinsanalyse (mikroskopische chemische Verfahren, Maßanalyse). Er untersuchte mit mikroskopischen Methoden kristalline Gesteine des Harzes, Diorite des Kyffhäusers, Gesteine aus Minnesota, von der Nahe und Porphyrite aus Ilfeld. Streng begründete die chem.-analytische Untersuchung und Systematisierung der magmatischen Gesteine des Harzes und Kyffhäusers. Er entwickelte wegweisende mikrochem. Verfahren, um in Gesteinsdünnschliffen winzige Mineralpartikel zu analysieren.

Das Mineral Strengit ist ihm zu Ehren benannt. 1892 wurde er Mitglied der Leopoldina.


Literatur:

  • Über d. Melaphyre d. südl. Harzrandes, in: Zs. d. dt. geol. Ges. 10, 1858, S.99–190;
  • Über d. Quarzführenden Porphyre d. Harzes, in: Neues Jb. f. Mineral., Geol. u. Palaeontol., 1860, S.129–76, 257–92 u. 385–414;
  • Über Diorite u. Granite d. Kyffhäuser Gebirges, ebd., 1867, S.513–42 u. 641–63;
  • Über d. Phosphate v. Waldgirmes, ebd., 1881, S.101–19;
  • Btr. z. Kenntnis d. Magnetkieses, ebd., 1882, S.183–206;
  • Über einige mikroskop.-chem. Reactionen, ebd., 1885, S.21–42, ebd., 1886, S.49–61, ebd., 1888, S.142–50;
  • Btr. z. Theorie d. Plutonismus, in: G. Tschermak (Hg.), Mineralog. u. Petrograph. Mitt., 1878, S.40–48;
  • Anltg. z. Bestimmen v. Mineralien, 1890.

Weblinks:


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