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Strich / Strichfarbe

BILD:1183557099 Porzellantafel mit einer Pyritprobe
Foto: Klinoklas

Durch Reiben eines Minerals auf einer rauhen Porzellantafel tritt die Farbe des Minerals (Strichfarbe auch Pulverfarbe genannt) zutage; dies ist eine wichtige objektive Hilfe beim Bestimmen von Mineralien und Edelsteinen. Die Strichfarbe weist oft eine völlig andere, als die vom Mineral selbst ausgehende, Farbe auf. Das liegt daran daß das Mineral nicht selten von chemischen Beimengungen farblich verändert wurde. Die Strichfarbe zeigt aber nur die Strichfarbe des zu bestimmenden Minerals. Das Mineral Fluorit z.B. hat immer einen weißen Strich, ganz gleich ob seine Kristalle violette, gelblich, bläulich oder grünlich erscheinen.

Wenn auf der Strichtafel nach dem Reiben keine Rückstände zusehen sind dann spricht man von einem farblosen bzw. weißen Strich. Farblose Mineralien haben immer einen weißen Strich!

Für dunkle Mineralien empfiehlt sich eine weiße Porzellantafel, für helle Mineralien eine schwarze Porzellantafel.

Die Strichtafel besitzt die Mohshärte 6 und entspricht damit der Härte von z.B. Orthoklas. Wenn ein Mineral härter ist als die Strichtafel dann kann man eine kleine Probe des Minerals in einem Mörser zerstampfen (pulverisieren). Kleinere Kristalle können z.B. mit Hilfe eines Streichholzes über die Tafel geschoben werden.

Wichtig für den Strichtest ist das man nur frische Bruchstellen verwendet. Verwitterungsschichten, Oxidationsüberzüge und Anlauffarben sollte man meiden, da es zu Fremdfarben führt und es zu einer Fehlbestimmung kommen kann. Ist eine Strichtafel voll kann man die Spuren mit einem Radiergummi wieder entfernen.

Im Fachhandel gibt es günstige Porzellantafeln in den Größen 5 x 5 bis 5 x 8 cm.


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