'._('einklappen').'
 

Struve, Heinrich Christopher Gottfried von

Heinrich Christian Gottfried von Struve (* 10. Januar 1772 Regensburg; † 9. Januar 1851 Hamburg) war ein deutscher Diplomat und Mineraloge.

Heinrich von Struve war der Sohn des russischen Agenten und späteren russischen Gesandten in Regensburg Anton Sebastian von Struve. Er besuchte das Gymnasium seiner Heimatstadt und studierte in Erlangen Staatswissenschaften. Struve kam etwa Anfang 1789 nach Bonn, wo er mit Beethoven sich befreundete. Er war zu dieser Zeit bereits im russischen Staatsdienst – vermutlich als Gehilfe seines Vaters. 1810 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt. Ab 1813 wurde Struve zum russischen Geschäftsträger, anschließend zum Ministerresident und ab 1821 zum russischen Staatsrat in den Hansestädten Bremen, Hamburg und Lübeck ernannt. In Anerkennung seiner Verdienste wurde ihm 1812 der St. Annenorden 2. Klasse und 1814 der St. Wladimirorden verliehen. 1816 wurde er korrespondierendes Mitglied der kaiserl. russischen Akademie der Wissenschaften.

Struve legte im Laufe der Jahre eine umfangreiche Mineraliensammlung an. Der Verbleib ist nicht eindeutig. 1820 soll sie vom Naturwissenschaftlichen Verein in Bremen erworben sein und heute zu den Beständen der Universität Bremen gehören. In den Adressbüchern von Hamburg für die Jahre 1830 und später finden sich wiederholt Hinweise auf „die große werthvolle, und durch die vortreffliche systematische Anordnung und Auswahl der Exemplare ungemein lehrreiche Mineralien-Sammlung“. Weitere Teile von Struves Sammlung sind im Fersman-Museum in Moskau erhalten. Struve war Mitbegründer eines naturwissenschaftlichen Museums in Hamburg und wurde am 10. August 1843 aus Anlass seines 50-jährigen Dienstjubiläums zum Ehrenbürger von Hamburg ernannt. 1822 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt. Der Chemiker Georg Ludwig Ulex benannte das Mineral Struvit nach Struve. (in Hamburg zuerst gefunden)


Literatur:

  • Heinrich von Struve: Beiträge zur Mineralogie und Geologie des nördlichen Amerika’s. Nach Amerikanischen Zeitschriften bearbeitet von. Perthes & Besser, Hamburg 1822 (reader.digitale-sammlungen.de).
  • Heinrich von Struve: Mineralogische Beiträge, vorzüglich in Hinsicht auf Würtemberg und den Schwarzwald. Ettinger, Gotha 1807 (books.google.de).
  • Hofrath von Struve: Bemerkungen über den Alaunschieferbruch und die Alaunsiederei bei Reichenbach im Vogtlande. In: Johann Heinrich Voigt (Hrsg.): Magazin für den neuesten Zustand der Naturkunde mit Rücksicht auf die dazugehörigen Hülfswissenschaften. Bd.11. Verl. des Landes-Industrie-Comptoirs, Weimar 1806, S.522 f.
  • Heinrich Christian Gottfried von Struve. In: Acta Albertina Ratisbonensia. Regensburger Naturwissenschaften, Bd.24–26, Naturwissensch. Verein Regensburg, 1962, S.135 f.
  • Nina A. Mokhova. Struve Collection: Album of Mineral Drawings. Treasures of Fersman Mineralogical Museum, RAS Publication. 100 S. 2005.

Weblinks:


Einordnung