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Sutur

Als Suturen bezeichnet man die nahtförmigen Verwachsungslinien / Versetzungsnähte an alpinotypen Quarzen, welche in unregelmäßigem Verlauf in mehr oder weniger in vertikaler Richtung auf den Prismenflächen, aber auch auf anderen Flächen sichtbar sind. Sie sind auf Prismenflächen unter r meist ausgeprägter ausgebildet, als auf unter z liegenden Flächen. Die horizontale Riefung, die auf den Prismenflächen vorhanden ist, wird durch die Suturen scharf unterbrochen. Die Suturen lassen die Mosaikstruktur von Realkristallen erkennen, welche durch gegeneinander leicht verstellte makrolamellare Blöcke aufgebaut sind. Suturen sind auf alpinen Quarzen (> Friedlaender Quarze) sehr verbreitet, größere Kristalle, die keine Suturen aufweisen, sind selten. Keine Sturen weisen jedoch Quarze auf, die aus niedrigsymmetrischen LAmellen aufgebaut sind (> Bambauer Quarze)

Die Suturen wurden in der Vergangenheit vielfach als Anzeichen von Verzwilligung angesehen; C. FRIEDLAENDER erkannte jedoch, dass Suturen Wachstumsstörungen sind und nichts mit Zwillingsnähten zu tun haben. (Quelle: RYKART, R., 1977)

  • Rykart, R., 1977; Bergkristall)
  • Weibel, M., Graeser, S., Oberholzer, W.F., Stalder, H-A., Gabriel, W., 1990; Die Mineralien der Schweiz
Suturen
Suturen

Deutliche Suturen in einem wasserklaren Rauchquarz mit Makromosaikaufbau (Friedlaender Quarz);
Figgerschen-Schlucht, Fäld, Binntal, Wallis, Schweiz;
Größe: 18,2 x 7 cm

Dan Weinrich

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