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Symmetriegesetz

Der französische Mineraloge R.J. Haüy ( 1743-1822) stellte bei einem Experiment fest, dass bei einem auf den Boden gefallenen Kalkspat die Bruchstücke dieselbe Form haben wie der ursprüngliche Kristall. Er folgerte daraus, dass Kristalle aus kleineren Einheiten aufgebaut sind, welche dieselbe Form haben wie der Kristall selbst. Diese kleineren Einheiten nannte er integrierende Moleküle.

Als Folge dieses Experimentes beschrieb Haüy 1784 das Gesetz der rationalen Indizes; welches besagt, dass sich jede Kristallfläche durch drei (i.d.R. kleine) ganze Zahlen beschreiben lässt.

Dieses Gesetz wurde 1931 mit der Entdeckung des Minerals Calaverit nicht erfüllt, da bei diesem Kristall eine Flächenbeschreibung mit ganzen Zahlen, bzw. eine Beschreibung des Kristalls im dreidimensionalen Raum nicht möglich ist. Calaverit war der somit erste aperiodische Kristall mit mehr als drei Dimensionen.

s.a. > Millersche Indizes , Kristall , aperiodische Kristalle , Quasikristalle


Verfasser


Literatur

  • Haüy, R., 1784; Essaie d'une Théorie sur la structure des crystaux, appliquée à plusieurs genres de substances crystallisées
  • Haüy, R., 1822; Traité de Cristallographie

Einordnung