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Tröger, Karl-Armin

Prof. Dr. Karl-Armin Tröger (* 30. November 1931 Melun bei Paris; † 2. Januar 2019 Freiberg) war ein deutscher Geologe, Paläontologe, Stratigraph und Hochschullehrer.

Karl-Armin Tröger bestand 1950 das Abitur in Dresden und studierte von 1950 bis 1955 Geologie, Mineralogie und Geophysik an der Bergakademie Freiberg. Seine Diplom-Arbeit schrieb er über sedimentpetrographische und biostratonomisch-paläontologische Untersuchungen der Kreide des Plauenschen Grundes in Dresden.

1955 Assistent an der Bergakademie, Freiberg, 1959 Promotion, 1959 bis 1961 Geologischer Dienst der DDR, Zweigstelle Sachsen, 1961 Bergakademie Freiberg, 1965 Habilitation, 1966 Dozent für Praktische und Theoretische Stratigraphie, 1975 bis 1976 Studienaufenthalt in der Sowjetunion. 1989 C4-Professur, 1992 Berufung zum C4-Professor für Dynamische und Historische Geologie bis 1996 an der Bergakademie Freiberg. 1990 bis 1994 Mitglied des Senats der Bergakademie, Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und Direktor des Geologischen Instituts der Bergakademie Freiberg.

Seine Spezialgebiete waren Kreideforschung und Paläozoikum. Tröger galt als Kenner des Nossen-Wilsdruffer Schiefergebirges und der sogenannten Weesensteiner Gruppe; die Kartierung und Herausgabe der geologischen Karten Sachsens im Maßstab 1:25.000 geschah unter seiner maßgebenden Beteiligung. Viele seiner Publikationen erschienen in den Freiberger Forschungsheften, er publizierte auch in den Abhandlungen des Staatlichen Museums für Mineralogie und Geologie zu Dresden. Die Rohstoffe-Geologie (Uran, Erdöl, Erdgas) waren für ihn zeitweise ein wichtiges Thema.

1973 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.


Literatur:

  • Über die Kreideablagerungen des Plauenschen Grundes (sediment-petrographische und biostratonomisch – paläontologische Untersuchungen) – Jb. Staatl. Museums für Mineralogie und Geologie Dresden (Theodor Steinkopff) Dresden 1955: 22–124, 1956.
  • Zur Paläontologie, Biostratigraphie und faziellen Ausbildung der unteren Oberkreide (Cenoman bis Turon). T.2: Stratigraphie und fazielle Ausbildung des Cenomans und Turons in Sachsen, dem nördlichen Harzvorland (subherzyne Kreide) und dem Ohmgebirge – Abh. Staatl. Museums für Min. Geol. Dresden (Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie) Leipzig 13: 1–69, 1969.
  • Tröger, Karl-Armin (Hrsg): Abriß der historischen Geologie. Unter Mitwirkung von H. Kozur, K. Ruchholz, A. Watznauer, H.-D. Kahlke. Akademie-Verlag, Berlin 1984.
  • Hans Bruno Geinitz und seine Bedeutung für die heutige Oberkreide-Forschung – Geologica Saxonica – Journal of Central European Geology (Museum für Mineralogie und Geologie Dresden) Dresden. in: Klemmer: Int. Hanns Bruno Geinitz Symposium. Proc. symposium in honour of Hanns Bruno Geinitz, Dresden, Saxony, Jan.28 – 30, 2000 46/47: 63–91, 2001.
  • Christoph Breitkreuz (Hrsg.): Festschrift zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. Karl-Armin Tröger. Freiberg, Sachsen: Techn. Univ. Bergakad. Freiberg, 2012, ISBN 978-3-86012-427-7
  • Facies changes in the Cenomanian (Cretaceous) of the northwestern Elbe Valley near Dresden (Saxony, Germany) – Acta Geol. Polonica (Ins. Geol. Univ. Warsaw) Warschau. in: Hook: William Aubrey “Bill” Cobban Memorial Vol. Part 2 67 (1): 135–144, 2017.

Weblinks:


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