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Kutná Hora

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Tschechien / Mittelböhmen, Region (Stredocesky kraj) / Kuttenberg (Kutná Hora), Bezirk / Kuttenberg (Kutná Hora)

An­fahrts­be­sch­rei­bung

liegt ca. 1 Autostunde SO von Prag entfernt. Richtung Kolin, dann weiter nach K.

Geo­lo­gie

Erzrevier von Kutna Hora liegt im Kuttenberger Kristallin. Regional metamorph überprägter Komplex, der aus Gneisen, Migmatiten und Metabasiten besteht.

In Malesow (5km S): Kleine Skarnlagerstätte mit Magnetit.

In Kank sind als Seltenheit Pegmatitgänge bekannt: Turmalin, Dumortierit, Apatit, Kyanit, Granat etc.

Die Erzgänge des Reviers verteilen sich über ca. 36 km2 und streichen NS, seltener NOS.

Letz­ter Be­such

9/2007

GPS-Ko­or­di­na­ten

Ortsmitte Lat: 49.95077809174767 Lon: 15.267391204833984



Ortsmitte

WGS 84: 
Lat.: 49,95077809° N, 
Long: 15,2673912° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 57' 2,801" N,
   Long: 15° 16' 2,608" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=6296
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Verkürzte Pfadangabe

Kuttenberg, Kuttenberg, Mittelböhmen, CZ
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (9 Bilder gesamt)

Steinernes Haus
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Steinernes Haus

Kuttenberg. Zeigt den frühen Reichtum der Stadt durch den Silberbergbau. Enger Zusammenhang mit dem Bergbau. Mittelböhmen, Tschechien. 9/2007

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2008-08-07
Bergmanns Dom St.Barbara
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Bergmanns Dom St.Barbara

Kuttenberg, Mittelböhmen. Tschechien. 9/2007

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2008-07-10
Prager Groschen
Aufrufe (Bild: 1206080967): 646
Prager Groschen

Geprägt in Kuttenberg, Mittelböhmen, Tschechien. Replika.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2008-03-21

Ausführliche Beschreibung

Geschichte und Bedeutung:

Kuttenberg heißt heute Kutna Hora.

Eine der berühmtesten Lagerstätten, die durch ihren Silber- und anderen Metall-Reichtum durch Jahrhunderte den Grundstock des sagenhaften Reichtums der böhmischen Könige legte, war Kuttenberg. In der Stadt sind viele mittelalterliche Denkmäler, die sich auf den früheren reichen Bergbau beziehen. Es ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte in Böhmen.

  • Der gotische Dom St.Barbara, gewidmet der Bergbauheiligen.
  • Die ehemalige Münze und Königsresidenz Italienischer Hof (Vlaszky dvur/Hradec). In diesem Schlosspalast befindet sich das "Böhmische Museum des Silbers". Sehr interessant auch die Mineralienausstellung. Im Außenbereich befinden sich Nachbildungen des mittelalterlichen Montan- und Münzwesens. Besondere Attraktivität ist ein 250m langer Stollenteil unter Tage, der früher zum "Esel-Erzgang" gehörte. Hölzernes Göpelhaus.
  • Das gotische "Steinhaus" (Kameny dom). Heute das Museum der Bergbaustadt Kuttenberg.
  • Das Beinhaus in Sedlec (N Vorort).

Der Beginn des Bergbaus wird auf die 2.Hälfte des 13.Jhd. datiert. Im Jahre 1294 kam es zu einer gigantischen Zuwanderungswelle aus ganz Europa. Gegen Ende des 13.Jhd. existierten bereits mehrere Gruben-Bezirke. Die Stadt wurde dann durch Zusammenlegung der Bergbausiedlungen gegründet. Um das jahr 1300 wurde im "Italienischen Hof" die Münze gegründet und eine Bergbauordnung etabliert.

Die riesigen Förderungen bewirkten ein rasches Vordringen in die Tiefe, sodaß Ende des 14.Jhd. eine Teufe von 400-500m erreicht war. Damals Rekord! Durchschnittlich gewann man 5-10t Silber und 50-100t Kupfer pro Jahr. Ende des 14.Jhd. kam die Krise. Ende des 15.Jhd. wurde der Abbau im Südteil des Reviers aufgenommen und es begann der Abbau in Kank.

Die Silber-Quelle war weniger gediegenes Silber als die Sulfide. Etwa 4t pro Jahr.

Neuer Bergbau ab 1939/40 mit dem Turkank-Schacht in Kank. Haupterze waren Zn- und Pb-Erze. Stillgelegt.

Nach bergbauhistorischen Arbeiten wurde von ca.1290 - 1800 die Menge von 2500t Silber erzeugt, davon in der Periode von 1290-1420 1900t. Neben Pribram der 2.größte tschechische Silbererzeuger.

Mineralien (Anzahl: 84)

Gesteine (Anzahl: 8)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Fehr, T. (1987). Neue Mineralien: (Chvaleticeit). Lapis, Jg.12, Nr.2, S.31.
  • Gebhard, G.(1977). Neue Mineralien: (Kankit) Die Mineralien von 1967 - 1976. Lapis, Jg.2, Nr. 2, S.32.
  • Hyrsl, J. Die Lagerstätte Kutna Hora in Böhmen und ihre Mineralien. Lapis 16, 25-34, 1991.
  • Hyrsl, J. & Kaden, M.(1992). Eine Paragenese von Eisen-Arsenaten von Kank bei Kutná Hora in Böhmen und Munzig bei Meißen in Sachsen. Der Aufschluss, Jg.43, Nr.2, S.95-102.
  • Paulis, P.& Haake, R.(1998) Kutna Hora (Kuttenberg)- eine der berühmten Silberlagerstätten in Böhmen. Mineralien-Welt, Jg.9, Nr.1, S. 24-44.
  • Weiß, S. 1999). Neue Mineralien: (Paraskorodit). Lapis, Jg.24, Nr.10, S.48.
  • Ondrus, P., Skala, R., Viti, C., Veselovsky, F., Novak, F. & Jansa, J. (1999). Parascorodite, FeAsO4 x 2H2O - a new mineral from Kank near Kutna Hora, Czech Republic. American Mineralogist, Vol. 84, Seite 1439-1444.
  • Pasava, J., Breiter, K., Huka, M. & Korecky, J. (1986). Chvaleticeite, (Mn,Mg)SO4 x 6H2O, a new mineral. N. Jb. Min. Mh., H.3, S.121-25.

Einordnung