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Rudabánya

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Ungarn / Borsod-Abaúj-Zemplén, Komitat / Kazincbarcika, Kreis / Rudabánya

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Rudabanya befindet sich am Rande des Bükk-Gebirges in Ungarn.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Tagebau, Stollen, Halden

Geo­lo­gie

Hydrothermale, metasomatische Eisenerzlagerstätte (limonitisch und sideritisch) mit hohen Kupfer-, Blei- und Zinkanteilen. In Braunkohle wurde Mitte der 60er Jahre der Rudapithecus hungaricus, ein Vorfahre des Menschen, entdeckt.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Nicht bekannt!

GPS-Ko­or­di­na­ten

Rudabanya (N 48°22'27.00°; O 20°37'18.86°)



Rudabanya

WGS 84: 
Lat.: 48,37416667° N, 
Long: 20,62190556° E
WGS 84: 
Lat.: 48° 22' 27" N,
   Long: 20° 37' 18,86" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=1345
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Verkürzte Pfadangabe

Rudabánya, Kazincbarcika, Borsod-Abaúj-Zemplén, Komitat, HU
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (5 Bilder gesamt)

Karte des Rudabanya Minen
Aufrufe (Bild: 1215634846): 1053
Karte des Rudabanya Minen

Karte aus dem Museum. Rudabanya 2004.

Copyright: Manfred Früchtl
Beitrag: Manfred Früchtl 2008-07-09
Museum Rudabanya
Aufrufe (Bild: 1215634716): 1291
Museum Rudabanya

Museumsgebäude, es lohnt sich das Museum anzuschauen, wir wurden sehr freundlich Aufgenommen. Rudabanya 2004

Copyright: Manfred Früchtl
Beitrag: Manfred Früchtl 2008-07-09
Teil des großen Steinbruchs
Aufrufe (Bild: 1133781880): 967
Teil des großen Steinbruchs
Copyright: Frank de Wit
Beitrag: slugslayer 2005-12-05

Ausführliche Beschreibung

Geschichte

BILD:1182344529

Altes Minengebäude Foto: Frank de Wit

Der Name Rudabánya heißt übersetzt Erzmine und die erste schriftliche Erwähnung ist von 1378. Bewiesen ist aber, dass bereits die Illyrer, Skythen, Kelten, Slawen und dann, im Mittelalter, angeworbene deutsche Bergleute hier Erzvorkommen abgebaut haben. In dieser Zeit wurde auf Blei- und Kupfererz abgebaut, das in Nestern zu Tage ausging. Da Eisen als Werkzeug Kupfer immer mehr verdrängte, ging der Abbau vom Kupfer zurück zugunsten von Eisenerzen.

Die älteste bekannte Darstellung von "Schlägel und Eisen" stammt von hier (abgebildet im "SIGILLUM CIVITATIS RUDAE"). Im 16. und 17. Jahrhundert ruhte der Bergbau. Mitte des 19. Jahrhunderts kam es dann zum Abbau in großem Stil mit moderner Technik. Abgebaut wurde hochwertiges Limonit als Brauneisenstein. Nach Erschöpfung des Brauneisens baute man auf das Primärerz Siderit.

Bis zur Einstellung des Bergbaus im Jahre 1986 deckte Rudabanya 20 % des Eisenbedarfes von Ungarn ab. Nach Beendigung des Förderbetriebes gingen die einst staatlichen Gruben in den privaten Besitz verschiedener Investoren über.

Zwischen 1999 und 2000 tauchten auf Börsen wieder Cuprite aus Rudabanya auf. Engagierte (einheimische) Sammler hatten im Bereich der Grube Andrassy II. ca. 6-8 m tiefe Stollen gegraben, um an die Oxidationszone zu gelangen. Das Ergebnis waren Cupritkristalle, die sich vor den in den 1930er & 1940er Jahren getätigten Funden nicht verstecken brauchten. Es hat auch gezeigt, dass die Lagerstätte bis heute immer wieder für Überraschungen gut ist.

Gruben im Gebiet

Adolf

Andrassy III

Vilmos

Andrassy I

Polyanka

Andrassy II

Villanyteto


Geologie

Bei der Fundstelle Rudabánya handelt es sich um eine hydrothermale, metasomatische Eisenerzlagerstätte mit hohen Kupfer-, Blei- und Zinkanteilen. Desweiteren aber in geringerem Maße sind auch die Elemente Antimon, Silber, Arsen und Quecksilber vorhanden.


Mineralien

Besonders bemerkenswert von dieser Fundstelle sind gut ausgebildete Cuprit-Rhombendodekaeder mit einem Durchmesser von bis zu 4,5 cm. Sie sind fast ausschließlich von Malachit überzogen. Neben Ogonja, Namibia und Chessy-les-Mines, Frankreich zählen diese zu den weltbesten Cupriten. Als weitere Highlights kamen hübsche Stufen mit ged. Kupfer und Pseudomorphosen von Azurit nach Malachit vor. Mit über 130 beschriebenen Mineralarten gehört Rudabánya zu den bedeutendsten Fundstellen Ungarns.


Tip

Wer in der Gegend ist, sollte unbedingt dem Rudabánya-Bergbaumuseum einen Besuch abstatten. Das Museum ist ganzjährig täglich geöffnet in der Zeit von 08.00-16.00 Uhr. Ausgestellt sind ca. 25.000 Exponate zum Thema Bergbau in Rudabánya. Die Mineraliensammlung umfasst ca. 900 Austellungsstücke.

Die Postanschrift lautet:

  • Ercbanyaszati Museum
  • Petofi utca 24. H-3733 Rudabanya
  • Tel./Fax: +36-48-353151
  • E -mail: eabmuz@axelero.hu

Mineralien (Anzahl: 188)

Mineralbilder (9 Bilder gesamt)

Kupfer mit Malachit
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Kupfer mit Malachit

Kupfer mit Malachit, Höhe: ca. 10 cm, Fundort: Rudabanya, Borsod-Abaúj-Zemplén, Ungarn.

Sammlung: terra mineralia
Copyright: thdun5
Beitrag: thdun5 2009-10-19
Mehr   MF 
Cuprit mit Malachitüberzug
Aufrufe (Bild: 1133261365): 868
Cuprit mit Malachitüberzug

Größe der Cuprit-xx 7-8 mm; Größe der Stufe 6x6 cm; Fundort: Rudabanya, Ungarn

Copyright: der Sauerländer
Beitrag: der Sauerländer 2005-11-29
Mehr   MF 
Kupfer
Aufrufe (Bild: 1255963560): 667
Kupfer

Kupfer, Breite: ca. 10 cm, Fundort: Rudabanya, Borsod-Abaúj-Zemplén, Ungarn.

Sammlung: terra mineralia
Copyright: thdun5
Beitrag: thdun5 2009-10-19
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 5)

Fossilien (Anzahl: 1)

Untergeordnete Seiten

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur und Links:

  • Huber, S. & Huber, P. (1979). Asvanyok Magyarorszagon - Mineralien aus Ungarn. Lapis, Jg.4, Nr.11, 21
  • Huber, P., Szomor, I. & Wiedemann, R. (1988). Rudabánya / Ungarn. Die Mineralien der Eisenerzgrube Rudabánya. Lapis, Jg.13, Nr.11, S.11-23.
  • Jordan, G. (1996). Silber aus Ungarn (Bem. Eigenfund). Lapis, Jg.21, Nr.12, S.27-28.
  • Huber, P. & Triebl, R. (2000). Cuprit von Rudabanya/Ungarn: Hervorragende Neufunde. Lapis, Jg.25, Nr.6, 50
  • Szakáll, S., Horváth, L. & Zsámboki, L. (2001). Famous Mineral Localities - Rudabánya, Hungary. Miner. Rec., Vol.32, H.2, 89-126 + 155-60.
  • Brandstätter, F. & Niedermayr, G. (2001). Austinit von Rudabanya, Ungarn. Min.-Welt, Jg.12, Nr.6, 31.
  • Lapis Red. (2001). Lapis Aktuell: Zirkon und Moschellandsbergit: Nachträge zu den Steckbriefen (Rudabanya). Lapis, Jg.26, Nr.9, 6.
  • Sándor Szakáll - Minerals of the Carpathians, Granit Prague 2002, 36.
  • Körber, T. (2012). Klassische und aktuelle Mineralfundstellen in Ungarn. Lapis, Jg.37, H.11, S.12-26.
  • Wildaboutrocks/Hungary2005
  • http://www.tankonyvtar.hu/en/tartalom/tamop425/0038_foldrajz_mineralogy_Da/ch01s29.html

Quellenangaben

Einordnung