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Walchner, Friedrich August

Prof. Friedrich August Walchner (* 2. September 1799 Meersburg; † 17. Februar 1865 Karlsruhe) war ein deutscher Geologe, Chemiker, Mineraloge und Politiker.

Walchner studierte in Göttingen und Freiburg, habilitierte sich 1823 dort und wurde Privatdozent und a.o. Professor in Freiburg. 1825 wurde er als einer von zwölf Lehrkräften an die damals neu gegründete Polytechnische Schule Karlsruhe berufen, wo er als Professor für Mineralogie, Geognosie und Chemie tätig war. Von 1833 bis 1836 bekleidete er dort das Amt des Direktors des Polytechnikums. 1847 erkannte er den Nickelgehalt der Erze bei Horbach, das Bergwerk wurde ihm zu Ehren Friedrich-August-Grube benannt.

1833 wurde er Abgeordneter der Zweiten Kammer des Badischen Ständeversammlung für den Wahlbezirk Karlsruhe II. 1848 war er Mitglied des Vorparlaments.

Er wurde in die Direktion des Forst- und Bergwesens im Großherzogtum Baden berufen. Seit 1838 Bergrat, wurde er 1855 pensioniert.

Ehrungen:

  • 1838: Orden vom Zähringer Löwen, Ritter.
  • 1848 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt.

Literatur:

  • Walchner, F.A. (1824). Über metallisches Titan (Titan im Roheisen des Kandener Hochofens). Schweigger's Jb. Chemie, Physik, 11, S.80-82.
  • Walchner, F.A. (1829-1832). Handbuch der gesamten Mineralogie in technischer Beziehung mit besonderer Berücksichtigung des Großherzogthums Baden. Buch, 2Bd. Carlsruhe
  • Walchner, F.A. (1831). Übersicht der berg- und hüttenmännischen Produktion im Großherzogthum Baden. Bad. Merkur (1), Nr.79, S.317-18, 323-24, 329-31, 421-27, Karlsruhe.
  • Walchner, F.A. (1833–1841). Handbuch der Mineralogie und Geognosie. 2 Bände, 1832–1833 (= Lorenz Oken: Allgemeine Naturgeschichte für alle Stände, Teil 1. Stuttgart.
  • Walchner, F.A. (1849). Lehrbuch der unorganischen Chemie.
  • Walchner, F.A. (1849). Darstellung der geologischen Verhältnisse der am Nordrande des Schwarzwaldes hervortretenden Mineralquellen.
  • Walchner, F.A. (1851). Über das Vorkommen des Galmeis bei Wiesloch. Z.D.Geol. Ges., 3, S.358-60.

Weblinks:


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