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Weinschenk, Ernst

Prof. Dr. Ernst Heinrich Oskar Kasimir Weinschenk (* 6. 4. 1865 Esslingen am Neckar; † 26. 3. 1921 München) war ein deutscher Mineraloge und Petrologe.

Weinschenk studierte in Tübingen, Leipzig und München Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Geologie und Mineralogie. Ab 1897 war er Professor für Petrographie an der TU München und ab 1900 außerordentlicher Professor an der Universität München.

Er verfasste Studien über die Mineralogie von Meteoriten und die Kontaktmetamorphose in den Alpen. Zudem war er ein Pionier bei der Verwendung von Dünnschliffen und dem Polarisationsmikroskop. Er untersuchte die Lagerstätte Silberberg bei Bodenmais im Bayerischen Wald und die Graphit-Lagerstätten bei Passau.

Das Mineral Weinschenkit (Synonym zu Churchit) wurde nach ihm benannt.


Literatur:

  • Der Graphit, seine wichtigsten Vorkommnisse und seine technische Verwerthung, Verl.-Anst. und Dr. A.-G., Hamburg 1898.
  • Zur Kenntnis der Graphitlagerstätten: chemisch-geologische Studien, Abh. Math.-Phys. Klasse Bayr. Akad. Wiss. 1897, T.2 (Alpine Graphitlagerstätten), ibid 1900, T.3 (Die Graphitlagerstätten der Insel Ceylon), ibid. 1901.
  • Anleitung zum Gebrauch des Polarisationsmikroskops, Herder 1901.
  • Die Kieslagerstätte im Silberberg bei Bodenmais: ein Beitrag zur Entstehungsgeschichte der Falbänder, Abh. Math.-Phys. Klasse Bayr. Akad. Wiss. 1901.
  • Grundzüge der Gesteinskunde: Teil 1: Allgemeine Gesteinskunde als Grundlage der Geologie, 1902, 2.Aufl., Herder 1906.
  • Grundzüge der Gesteinskunde: Teil 2 Spezielle Gesteinskunde mit besonderer Berücksichtigung der geologischen Verhältnisse, 2.Aufl., Herder 1907.
  • Die gesteinsbildenden Mineralien, 2.Aufl., Herder 1907.
  • Petrographisches Vademekum: ein Hilfsbuch für Geologen, Geographen und Techniker, Herder 1907, 1924.

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