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Wilke, Albrecht

Prof. Dr. Albrecht WILKE (1912 bis 2000)
Prof. Dr. Albrecht WILKE (1912 bis 2000)
Prof. Dr. Albrecht WILKE (1912 bis 2000), bekannter Mineraloge und Bergbau-Ingenieur Foto 1983
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Prof. Dr. Albrecht WILKE (1912 bis 2000)

Prof. Dr. Albrecht WILKE (1912 bis 2000), bekannter Mineraloge und Bergbau-Ingenieur Foto 1983

Archiv: Doc Diether

Prof. Dr. Albrecht Wilke (* 27.8.1912 Neunkirchen/Saar; + 9.7.2000 Kelkheim/Taunus) war ein deutscher Mineraloge und Bergbau-Ingenieur.

Wilke entstammte einer traditionsreichen Bergmannsfamilie aus der Saar. Er verbrachte seine Schulzeit in Dortmund und legte 1932 seine Reifeprüfung ab. Danach machte er in verschiedenen Bergbaubetrieben ein Praktikum, bevor er 1933 in Göttingen bei Prof. V.M. Goldschmidt ein Studium der Mineralogie begann. Er vervollständigte sein Studium in Richtung Bergbau in Clausthal-Zellerfeld, wo er 1937 die Diplomprüfung ablegte.

Er war 1 Jahr als Assistent in Clausthal-Zellerfeld und ging danach als Diplom-Bergingenieur von 1938-44 in den Eisen- und Manganerz-Bergbau Schlesiens, Böhmens und der Ukraine. Mehrfach mußte er zwischendurch Wehrdienst ableisten.

1947 kehrte er als Hochschulassistent nach Clausthal-Zellerfeld zurück, wo er 1952 eine Dissertation über "Das Ganggebiet von St. Andreasberg im Harz" erfolgreich abschloss. Daneben war er von 1951-54 auch Mitarbeiter in der Lagerstättenforschung der Gesellschaft Deutscher Metallhütten- und Bergleute mit Sitz in Clausthal.

1954 ging er in den Dienst der Metallgesellschaft in Frankfurt, deren Bergbauabteilung er entscheidend aufbaute. Er war dort 13 Jahre tätig. 1967 wurde er wegen seiner Kompetenz als Ordinarius für Lagerstättenforschung und Rohstoffkunde an die Technische Universität Berlin gerufen. Er legte als Praktiker großen Wert auf Betriebs- und Gelände-Tätigkeit. Er setzte dort neue Maßstäbe und emeritierte nach 12-jähriger Tätigkeit 1979. Er setzte sein breites Wissen fachübergeifend ein.

Er gehörte verschiedenen rohstoff- und lagerstättenkundlichen, wissenschaftlichen Gruppierungen an. So war er Mitherausgeber der Zeitschrift "Mineralium Deposita". Bei der VFMG war er engagiert: er war Mitglied der 1. Stunde, gehörte dem 1. Beirat an, war Mitbegründer der Bezirksgruppe Frankfurt, aktivierte die Harz-Sammler und spendete der VFMG Geld für die nach ihm benannte Wilke-Stiftung für engagierte "Aufschluss-Autoren". Daher war es eigentlich selbstverständlich, daß er 1983 zum Ehrenmitglied der VFMG gewählt wurde.


Literatur:

  • Die Erzgänge von St. Andreasberg im Rahmen des Mittelharz-Ganggebietes. Beih. Geol. Jahrb.; 7. Monogr. deutschen Blei-Zink-Erzlagerstätten; 2., Amt für Bodenforschung, 1952.
  • Geologie und Lagerstätten des Harzes. Verfasser: Prof. Dr.-Ing. Albrecht WILKE, TU Berlin, Fachgebiet Lagerstättenforschung.
  • Mineralische Bodenschätze und Bergwirtschaft Afrikas. In: Afrika-Spektrum: Bergbau in Afrika. 2, 2-20, 1970.
  • Nutzbare Lagerstätten im Meer. In: Wasser, Luft und Betrieb 14, 434-40, 1971.
  • Metallerzlagerstätten und Bergbau Irlands. In: Erzmetall 24, 314-23, 1971.
  • Aufsuchen und Erschliessen von Erzlagerstätten. In: Handbuch der Metallmärkte. Springer Verlag: 6-16, 1974.
  • Ermittlung und Einteilung von Lagerstättenvorräten. In: Monograph Series on Mineral Deposits 22, 17-27, 1983.
  • Ziehr, H. (1983). Die neuen Ehrenmitglieder der VFMG: Albrecht Wilke. Aufschluss, Jg.34, H.11, S.443.
  • Lagerstätten und Metallrohstoffe. Enke Verlag, Stuttgart, 160 S. 1986.
  • Autorenkollektiv (2000). In memoriam Prof.Dr.Albrecht Wilke. Aufschluss, Jg.51, H.5, S.257-58.

Weblinks:


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