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Wittern, Arthur

Arthur Wittern (geb. 28.10.1914 Bornhövel (Holstein), gest. 8.11.2017 Barmstedt) war ein deutscher Amateur-Geologe, -Mineraloge und -Paläontologe, sowie Schriftsteller.

Er studierte Kunst und Germanistik und begann danach als Lehrer an der Realschule Barmstedt, wo er seine Laufbahn als Rektor beendete. Wittern entdeckte schon früh sein Interesse an Mineralogie und heimischer Paläontologie. Ein Gaststudium der Mineralogie in Hamburg begründete sein Fundament der Geo-Wissenschaften. Seine Haupt-Interessen-Gebiete waren die Norddeutsche Tiefebene zwischen Nord- und Ostsee, der Harz, der Schwarzwald, das Elsaß. Schon früh 1967 wurde er Mitglied in der VFMG, später auch im Verein der Freunde von Mineralien und Bergbau Oberwolfach.

Arthur Wittern hat seine umfangreichen Kenntnisse gerne an Sammler weitergegeben, vor allem hat er eine ganze Reihe von Fundstellenführern für den deutsch-sprachigen Raum geschrieben. Dazu kamen zahlreiche Publikationen im Aufschluss, Lapis und der Mineralien-Welt.

Was viele Sammler von ihm besonders im Gedächtnis haben, sind neben dem umfangreichen und fast generalistischen und akribischen Wissen von Mineralien, Fundstellen, Fossilien und Gesteinen seine ausgeprägte Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft.

In fortgeschrittenem Alter besann er sich wieder auf seine schriftstellerischen Aktivitäten früherer Jahre und schrieb Novellen seiner holsteinischen Heimat.

Wenn man das heute noch so sagen darf, ist Arthur Wittern immer noch ein leuchtendes Vorbild in Sachen Geo-Wissenschaften.


Literatur:

  • (1990). Zehn interessante Fundstellen im Schwarzwald. Min.-Welt, Jg.1, Nr.2, S.27-30.
  • (1994). Sekundärmineralien durch Feuersetzen in Oberschulenberg, Bönkhausen, Bleialf und Badenweiler. Aufschluss, Jg.45, Nr.1, S.36-42.
  • (1973). Rooseveltitvorkommen in Wittichen? Aufschluss, Jg.24, Nr.11, S.452.
  • Mineralien finden im Schwarzwald. Buch, 1995. Sven von Loga, Verlag.
  • Lierl, H.J. & Wittern, A. (1996). Mineraliensammeln zwischen Nord- und Ostsee. Weise Verlag, München.
  • (2001). Gesteine in Eiszeitgeschieben: Granite. Aufschluss, Jg.52, Nr.4, S.193-202.
  • (2006). Fossilien des Backsteinkalks als Glazialgeschiebe in Kiesgruben zwischen Flensburg und Schleswig. Aufschluss, Jg.57, Nr.5, S.329-34.
  • Gottschalk, K. (2014). Artur Wittern - 100 Jahre. Erzgräber, Jg.28, Nr.2, S.88.

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