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Helmuth Zapfe

Helmuth Zapfe (* 16. 9. 1913 in Wien; † 5. 7. 1996) war ein österreichischer Paläontologe.

Er studierte ab 1932 in Wien Paläontologie, Geologie, Zoologie, Mineralogie, Petrologie und Botanik. Im WK II war er Militärgeologe, nach der englischen Kriegsgefangenschaft arbeitete er einige Jahre als Bergbaugeologe, und seit 1951 war er am Naturhistorischen Museum Wien tätig. Ab 1952 war er Leiter, von 1964 an Direktor der dortigen Geologisch-Paläontologischen Abteilung. 1955 erhielt er den a.o.-Professorentitel, 1965 wurde er außerordentlicher und 1972 ordentlicher Professor (Ordinarius für Paläontologie) am Paläontologischen Institut der Universität Wien. Diese Position hatte er bis zur Emeritierung im Jahr 1982 inne.

Sein Hauptarbeitsgebiet war die Wirbeltierpaläontologie, so erschienen von ihm unter anderem sechzehn Publikationen (darunter 2 Monographien) zu den Wirbeltierresten aus den miozänen Spaltenfüllungen von Theben-Neudorf an der March (Devinska Nova Ves, Slowakische Republik), und zusammen mit F. Bachmayer führte er von 1956 bis 1983 Grabungen in den jungpleistozänen Karstspaltenfüllungen von Kohfidisch im Burgenland durch.
Aber er verfasste - unter anderem - auch zahlreiche Publikationen über die Biostratigraphie des Alpinen Mesozoikums (obertriassische Riffe des Gosaukammes). Als Leiter des Forschungsprojektes ,,Triassic of the Tethys Realm" im Rahmen des International Geological Correlation Programme (IGCP) verwirklichte er eine weltweite Zusammenarbeit von Wissenschaftern auf dem Gebiet der Biostratigraphie der Trias.

Er hatte die Schriftleitung des „Catalogus Fossilium Austriae“ inne und war 1972 und 1987 Herausgeber des „Index Palaeontologicorum Austriae“ (Verzeichnis österreichischer Paläontologen und Sammler). Zapfe war Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse.


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