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Zechstein

Ist die letzte Zeitepoche der Erdaltzeit und bildet zusammen mit der jüngeren Rotliegendformation das Perm (früher auch als Dyas bezeichnet). Im englischen Sprachraum sind beide Begriffe Perm, Permian gebräuchlich, der Begriff Zechstein ist aber nur für das Oberperm in Europa gültig. Die Zechsteinformation begann vor ca. 255 Mio. Jahren und endete vor etwa 240 Mio. Jahren. (Grenze Perm zu Trias, permotriassisch)

Es handelt sich im Zechstein um marine Ablagerungen, die in Europa von dem sogenannten Zechsteinmeer geprägt wurden. Das Zechsteinmeer dehnte sich über weite Teile Europas aus und reichte maximal von Nordostgrönland über England, Belgien, Dänemark über Deutschland, Polen bis nach Litauen. Die südlichste Ausdehnung reichte bis nach Rheinland-Pfalz. Abgelagert wurden Sedimente und Salze nach chemischen Gesetzmäßigkeiten in bestimmter Reihenfolge (im wesentlichen Tone, Karbonate, Anhydrite/Salze). Ein solcher Zyklus wird als "Folge", "Salinar" oder früher als "Serie" bezeichnet. Insgesamt kam es im Zechstein zu sieben solcher Salinare, wobei sich das Meer dabei unterschiedlich weit ausdehnte. Zur ersten Serie, der Werra-Folge, gehört der Kupferschiefer und der im Hangenden folgende Zechsteinkalk.

Zechsteinsalinare:
1. Werra-Folge
2. Staßfurt-Folge
3. Leine-Folge
4. Aller-Folge
5. Ohre-Folge
6. Friesland-Folge
7. Fulda-Folge

Die Folgen sind meist nur Untertage komplett aufgeschlossen, da sich Übertage ein Teil der Salze bereits gelöst hat über die Jahrtausende. Der Fossilinhalt ist in den Untersten Schichten der Werra-Folge am größten, ein Teil der Fossilien findet sich noch in der Staßfurt-Folge wieder. In der Leine Folge finden sich nur noch vereinzelt Muscheln und Bryozoen. Leitfossilien für den unteren Zechstein sind Horridonia horrida (Productus horridus) und der Kupferschieferhering Palaeoniscum freieslebeni.

siehe auch Geologische Zeittafel


Einordnung