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Autor Thema: Neues Mineral aus dem Schwarzwald  (Gelesen 3576 mal)

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Offline TKMineral

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Neues Mineral aus dem Schwarzwald
« am: 05 Sep 06, 19:12 »
Hallo!

Nun ist ein weiteres neues Mineral aus dem Schwarzwald bei der IMA anerkannt worden (siehe aktuelle Ausgabe), es handelt sich dabei um Kalium-Eisen-Phosphat und wurde nach seiner Typlokalität , der Grube Silberbrünnle bei Gengenbach , Gengenbachit getauft.

Gruß

TK

Offline Tobi

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Re: Neues Mineral aus dem Schwarzwald
« Antwort #1 am: 05 Sep 06, 19:57 »
Cool 8)

Dazu nur ne allgemeine Frage: Wieviele Mineralarten sind denn zurzeit bekannt bzw. offiziell anerkannt? Jahrelang hörte und las man immer was von ca. 4000, hat jemand da genauere Zahlen?

Gruß

Offline Findus

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Re: Neues Mineral aus dem Schwarzwald
« Antwort #2 am: 05 Sep 06, 22:00 »
Toll......
bleibt nur zu hoffen, dass das neue Mineral auch wirklich vom Silberbrünnle kommt und nicht aus dem Rucksack eines Sammlers, der seinen Schrott loswerden wollte......

Grüsse,
Bernd

Offline Tobi

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Re: Neues Mineral aus dem Schwarzwald
« Antwort #3 am: 05 Sep 06, 22:38 »
@Findus: Ich glaube nicht, dass die IMA so blauäugig ist und einfach mal so was neues anerkennt, ohne genauestens nachzuprüfen. Denke nicht, dass sowas passieren kann. Und wenn, hätte sich dieser Sammler bestimmt im Nachhinein geärgert, wenn in seinem "Schrott" ein bis dato unbekanntes Mineral gewesen wäre :D

Offline smoeller

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Re: Neues Mineral aus dem Schwarzwald
« Antwort #4 am: 05 Sep 06, 23:24 »
Hallo,

Glaube nicht, dass es Fremdabwurf war.

Das Mineral kommt mit Haigerachit, Diadochit, Gips, Jarosit auf Quarz und Pyrit vor.

Aus den Beschreibungen heraus bietet sich keinerlei Hinweis auf ortsfremdes Material und ich glaube auch nicht, dass überhaupt jemand das Mineral bei der auch nur bei der IMA als unbekanntes Mineral angemeldet hätte, wenn nur der geringste Zweifel an der Herkunft der Stufe bestanden hätte.

Glück Auf!
Smoeller

Offline TKMineral

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Re: Neues Mineral aus dem Schwarzwald
« Antwort #5 am: 06 Sep 06, 15:33 »
Hallo!

So abwegig ist der Beitrag von Findus auch nicht , wie oft findet man Claramaterial auf der Silberbrünnle - Halde.

Aber das der Gengenbachit aus sowas stammt , glaube ich auch nicht. ich denke , das das Orginalmaterial durch die Hände vieler Schwarzwaldprofis gegangen ist...

Gruß

TK

Offline anatasi

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Re: Neues Mineral aus dem Schwarzwald
« Antwort #6 am: 07 Sep 06, 10:48 »
Hallo,
zur Zahl der IMA-Mineralarten:
Ich habe versucht, mal mitzuzählen und stecke irgendwo bei 4300. Aber das ist ziemlich schwierig, denn IMA-Anmeldungen mit IMA-Nr. gibt es jedes Jahr mittlerweile zwischen 50 und 60. Manche bleiben aber dann jahre- oder sogar jahrzehntelang liegen, weil die wissenschaftliche Veröffentlichung nicht erfolgt und der Name erst dann offiziell verwendet werden darf. Häufig werden gültige Mineralarten auch wieder diskreditiert, weil bei genaueren Untersuchungen z.B. die Identität mit etwas anderem, schon vorhandenem festgestellt wurde. Eine weitere Schwierigkeit entsteht durch manche "System-Umstellungen", wie z.B. bei den Zeolithen, die Dutzende von "neuen" Mineralien auf einmal entstehen lassen. Die Wissenschaftler werden das viel besser erklären können. Für den Laien erschwert es den Durchblick.
Glück Auf
anatasi

Offline McSchuerf

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Re: Neues Mineral aus dem Schwarzwald
« Antwort #7 am: 08 Sep 06, 14:36 »
Zitat
Dazu nur ne allgemeine Frage: Wieviele Mineralarten sind denn zurzeit bekannt bzw. offiziell anerkannt? Jahrelang hörte und las man immer was von ca. 4000, hat jemand da genauere Zahlen?


Hallo Tobi,.. :)

Ich habe mal von derzeit 5.500 Mineralarten gelesen; die 5.000 sind auf jeden Fall inzwischen überschritten. Ich weiß nur nicht mehr genau, wo ich das gelesen habe. Wenn's mir wieder einfällt, gebe ich gerne noch die Quelle an.

Dass mit den 50-60 Mineralarten die pro Jahr hinzukommen, stimmt jedenfalls exakt. Das steht immer mal wieder in einer  oder mehrerer der gängigen Fachzeitschriften. ;)

Gruß Peter[/size]

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Neues Mineral aus dem Schwarzwald
« Antwort #8 am: 20 Sep 06, 13:14 »
Gengenbachit (http://www.mindat.org/min-29254.html)
vergesellschaftet mit Haigerachit  (http://www.mindat.org/min-6985.html).

 

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