Hallo Kater
das von Dir angesprochene Thema hatten wir gerade in einer anderen Forenabteilung, daher kopiere ich Dir mal meine Antwort hier rein :
Wer bestimmt die Toxizität eines Minerales. Ist ein Bleiglanz giftig ? Für sich genommen nicht, da er eine extrem geringe Löslichkeit hat. Aber wenn ihn jemand mit Salzsäure reinigt, sieht das schon anders aus.. Sad Shocked
Beispiel Realgar : Da sollte man annehmen, das er wegen seines Arsengehaltes sehr giftig ist. Ist er aber nicht so besonders, da er ebenfalls im Normalzustand sehr wenig löslich ist. Anders sieht dies jedoch nach seiner lichtbedingten Umwandlung in staubförmigen Pararealgar aus, der durchaus wegen seiner Respirationsgefahr über den Atemweg hochtoxisch sein kann.
Und ist Quarz giftig ? Sicherlich nicht, aber ich habe da gerade eine Stufe versteinertes Holz bekommen, die mit einer weißen, asbestartigen Quarz - oder besser SiO2 - Schicht umgeben ist. Die sollte man gewiß auch nicht einatmen...
Auch will ich nicht auf einmal die Polizei im Haus stehen habe, nur weil eine erhöhte Umweltradioaktivität im Umfeld meines Hauses gemessen wurde (hypothetisch, ich sammle keine radioaktiven Minerale, wohl aber andere Sammler,...)
Summa Summarum wird in der Frage der Toxizität von Mineralien ein Fass ohne Boden aufgemacht, das wir gerne den chemischen Sicherheitsblättern überlassen sollten.
Mein Rat : Wir sammeln Minerale aus aesthetischen oder wissenschaftlichen Gründen, oder aus Spaß an der Freude....und so sollte es bleiben. Und wer sich vor Mineralien = chemischen, oft schwermetallhaltigen und potentiell gefährlichen Verbindungen fürchtet, der sollte das Sammeln lassen.
Allerdings wird er bei näherer Betrachtung feststellen, das er solchen chemischen Verbindungen auch anderswo nicht entgehen kann
in diesem Sinne ein herzliches Glück Auf
Thomas