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Autor Thema: Dokumentation von Fundstellen  (Gelesen 2866 mal)

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Offline spotts

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Dokumentation von Fundstellen
« am: 25 Sep 06, 10:52 »
Hallo zusammen,

für das nächste Jahr planen wir für die Eifel eine Art Katalog mit aktuellen aber auch "alten" Fundstellen.
Besteht im Forum das Interesse einmal Fundstellen für andere Regionen zu dokumentieren und aktuell zu halten?
Gruss
Spotts  8)

Offline smoeller

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Re: Dokumentation von Fundstellen
« Antwort #1 am: 25 Sep 06, 14:29 »
Hallo Spotts,

In welcher Form soll das denn geschehen? Bin ja für den Schwarzwald, den Kaiserstuhl und Schleswig-Holstein schon immer dabei, die Fundorte im Lexikon zu verewigen. Würde eine Liste durchaus mitmachen.

War übrigens vergangenen Samstag am Wingertsberg bei Mendig und konnte dort noch bis 5 mm große Hauyne reichlich in größeren Brocken finden. Habe einen faustgroßen Brocken gefunden, der zu 30 % aus hellblauem Hauyn ist.

Glück Auf!
Smoeller

Offline spotts

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Re: Dokumentation von Fundstellen
« Antwort #2 am: 26 Sep 06, 12:16 »
Hallo Smoeller,

in der Eifel gibt es einige Fundstellen die inzwischen zugewachsen, unter Strassen begraben oder sonstwie nicht mehr erreichbar sind, z.B. einige Typlokalitäten der Givet-Stufe. Auch schreitet hier der Abbau der Vulkane weiter voran, so dass die inneren Strukturen verloren sind.
Die Aufnahme dieser Punkte wäre ein Aspekt.
Ein weiterer Punkt wäre die Aufzählung von (Fund)Punkten, die typisch für ihr Alter, deren Inhalt oder der Gesteinsausbildung sind.
Dazu sollten dann nicht nur reine Fundpunkte sein, sondern auch Punkte die allgemein für die Geologie wichtig sind (Falten, Meiler, Typlokalitäten).
Das könnte ein solches Schema haben:
Ort, Fotos davon, kurze Beschreibung der Stratigraphie und der Art der Gesteine, der Fossil- oder Mineralieninhalt, Anreise, Fundmöglichkeiten/Genehmigungen, Literatur. Ausdruckbar als Kurzbericht.
Aus der Eifel werden so viele Punkte erwähnt die in der Literatur untergehen und auf viele Werke verteilt sind. Die sollten damit (möglichst) auch erfasst werden. Dieser "Katalog" sollte dann irgendwie in EDV-mässig verarbeitet werden können (Datenbank?), damit später z.B. einzelne Punkte für einen Exkursionsführer oder eine Fundserienbeschreibung verwendet werden können.
Ich denke, dass mit solchen Dokumentationen die Möglichkeit des Besuches der einzelnen Punkte besser möglich ist. Das würde aber nur regional einen Sinn machen. Wir haben für die Hillesheimer Mulde damit schon einmal angefangen.

Wir sind am kommenden Wochenende in der Laacher-See-Region, mal sehen was wir dort finden werden. Waren die Hauyne im grauen Bims? Warst Du auch in dem neueren Abbau?
Gruss
Spotts  :)




Offline smoeller

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Re: Dokumentation von Fundstellen
« Antwort #3 am: 26 Sep 06, 12:47 »
Hallo spotts,

War nur in dem alten Abbau links unterhalb der Wingertsbergwand. Ein Teil der Hauyne war in grauem Bims, ein Teil (der überwiegende) in bis zu 20 cm großen Auswürflingen. Der schönste Brocken enthielt neben bis 5 mm großen Hauynkörnern noch Amphibol-xx, freistehende Titanit- und Sanidin- sowie Apatit-xx. Ist sicher noch was da, muss man aber graben oder zumindest den Sand unten durchsieben. Habe wohl die meisten erreichbaren Auswürflinge schon rausgeholt.

Bei Interesse kann ich dir gern ein paar Aufschlüsse in der Eifel (Laacher See, Mendig, Dachsbusch) mitteilen für deine FO-Doku.

Glück Auf!
Smoeller

Offline spotts

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Re: Dokumentation von Fundstellen
« Antwort #4 am: 26 Sep 06, 13:03 »
Hallo Smoeller,

danke für die Hinweise und das Angebot mit den Fundstellen. Das nehme ich gerne wahr.
Gruss
Spotts

 

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