Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals

Unbekannte von der Grube Glücksrad

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Torben:
Hi!

Auf dieser Stufe befinden sich zwei metallisch glänzende Mineralien als derbe Einsprengsel. Sie wurden vom Vorbesitzer als Naumannit (schwarzmetallisch) und Eukairit (gelbmetallisch) bezeichnet. Nach Vergleich mit den Bildern von Mindat und allgemeinem Nachgrübeln kamen mir Zweifel daran. Zumal keine Silber-Oxidationsmineralien auf der Stufe zu sehen sind.
Was meint ihr dazu? Kennt jemand den Fundort?

Auf dem unteren Bild sieht man noch Symplesit und höchstwahrscheinlich weißen Kaatialait vor Dolomit (?)

Viele Grüße

Torben

stollentroll:
Der "Symplesit" auf dem unteren Foto dürfte wohl Parasymplesit sein. Allerdings muss man beachten, dass in dieser Mineralgruppe (zu der auch Erythrin, Annabergit usw. gehören) die Farbe nicht unbedingt ein eindeutiges Kriterium sein muss, da es hier Mischkristalle gibt. In habe z.B. graurosa-farbenen "Erythrin", der nach einer Analyse mehr Ni als Co enthält und deshalb ein Annabergit ist .....
Kaatialait ist nach dem Foto nicht zu identifizieren.

Glück Auf
der Stollentroll
 

MM-Bär:
Moin,

da ist wohl mit jemanden die Phantasie durchgegangen  :o  :D
Kaatialait - Naumannit - Eukairit  .... warum nicht gleich ged. Platin ....?

Schulenberg stellt einen typischen Vertreter der Cu-Pb-Zn-"Lagerstätte" dar. Ged. Silber mag ja noch angehen, aber Selen  :o :o ?
Parasymplesit wurde dort nachgewiesen, aber ohne Analyse wird das keiner bestätigen wollen.

Ohne Analyse wird das nix!

MM-Bär

Torben:
Dann lass ich den Symplesit auf dem Etikett stehen, sozusagen als wahrscheinliche Vermutung und werde Eukairit und Naumannit streichen und mit der Bezeichnung unbekannt schwme und unbekannt geme versehen....

Parasymplesit habe ich vom selben Vorbesitzer auf einer anderen Stufe von einem ganz anderen Fundort. Der wird sich dann wohl um die Unterscheidung der beiden seine Gedanken gemacht haben müssen...

Obwohl... wenn der die genauso zuverlässig bestimmt hat, wie die beiden Selenide...

Gruß

Torben

McSchuerf:
Hallo Torben,

ich habe gerade etwas herausgefunden. ;)..

3-4 km ESE Clausthal-Zellerfeld (TK 4228] wurden früher (evtl. auch heute noch?) bei den Gruben 'Charlotte' und 'St. Lorenz', Selenide wie Clausthalit, Naumannit und Tiemannit gefunden! Auch hier handelt es sich um Blei-Zink-Erzgänge wie die bei Oberschulenberg, das ebenfalls nur ein paar km, nämlich 5 km NE v. Clausthal-Zellerfeld liegt.

Meine Theorie nun: Entweder hat jemand Fremdmaterial von der Grube Charlotte oder St. Lorenz mit Seleniden wie Naumannit und Eukariit auf die Halden von Oberschulenberg dahin gekippt oder aber es besteht doch ein geochemischer Zusammenhang (ähnliche Bildungsbedingungen, wandernde Lösungen, etc.. ?)-  wie auch immer geartet - bezüglich des Gangzugs Bockwiese und darüber hinaus - jedenfalls entlang der gesamten Strecke bei Clausthal-Zellerfeld. An Zufälle glaube ich jedenfalls nicht. ;)

Gruß Peter

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