Hallo
ich glaube, ich hab so was schon mal in der Hand gehabt. Denke, dass die Vermutung von "grauwacke" stimmt und es sich um ein Salz handelt.
Ich vermute ein Kali- bzw. K-Mg-salz bzw. eine Pseudomorphose .
Von der Kristallform (monoklin-prismatisch) würde ich auf Picromerit, Leonit oder Kainit tippen (Kristalle von Kainit sind 100% identisch mit denen auf Deinem Stück)
Solche perfekten Kristalle wie auf dem Bild gibt es sowohl von Pikromerit (anderer Name Schönit) und von Leonit, bzw. auch als Pseudomorphosen von Leonit nach Pikromerit; wohl auch von Kainit, aber mir nicht in dieser Größe bekannt.
Durch übergängliche Verwitterung, wie sie auf Kalisalzlagerstätten gewöhnlich ist, kann auf den Kristallen ( und meistens ist das auch so) eine weiße hauchdünne Schicht sein, sodass die Kristalle insgesamt weiß aussehen.
Perfekt kristallisierte Schönite ( und noch weitaus größere Kristalle) gabs sehr häufig von Neuhof bei Fulda und Leonite gabs jedemenge in den Kalisalzlagerstätten in NIedersachsen und Sachsen-Anhalt. Also beide nichts seltenes.
Aber- Picromerit wurde schon vor über 100 Jahren künstlich hergestellt. Insofern - wenn es sich um ein Kalisalz handeln sollte, ist eine evtl. künstliche Herstellung nicht ausgeschlossen. Und auf die Matrix bringts ein guter Kristallzüchter allemal. Der graugrüne Überzug könnte von Verunreinigungen durch das Herstellgefäß herrühren oder wohl noch eher durch das Aufbringen der Kristalle auf eine graugrüne Matrix, bzw. irgendeine Matrix, die mit dem Salz ( in Lösung, während des Aufbringens auf die Matrix) reagiert.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass Kainit - garnicht so schwierige- künstlich hergestellt werden kann.
Du solltest auf jeden Fall die Wasserlöslichkeit prüfen und dann kann man weitersehen. (das kann u.U. ne Weile dauern, also nicht gleich nach 5 Minuten aufgeben).
gruß
collector