Hallo Edgar,
Vergleichbares findet sich am Karrenberg bei Reichweiler. Dort habe ich vor Längerem mal Folgendes notiert:
....Gestapelte sphärolithisch aufgebaute Achatlagen: neben gewöhnlicher Achatbänderung taucht hier eine spezielle Variante sphärolithischer Bänderung auf: Achatbänder, die sich mehr oder weniger in mehreren, größtenteils parallelen, teilweise wellig verworfenen Ebenen durch die Mandel hindurch separierten. Folgende Unterschiede liegen zur sogenannten “Uruguay-Bänderung” ( - die im Übrigen bisher am Karrenberg nur durch ein einziges Exemplar belegt ist ) und zur gemeinen Achatbänderung vor:
1. Die Bänder (Ebenen) sind nicht geradlinig gravitativ eingeregelt. Unterschiedliche Dicke von Sphärolith-Bildungen erzeugen schiefe Stellungen von Ebenen und/oder Beulen.
2. Die Bänder sind nur aus einer Ebene von aufgewachsenen Sphärolithen aufgebaut (in einem Band trift man keine Schichten aus Sphärolithen an ). Am Aufbau dieser Bänder ist kein Feinquarz beteiligt. Es kommt nicht zu Bildung komplett ausgebildeter Chalcedon-Sphärolithe ohne Anwachspunkt (Holosphärolithe). Es kommt vor, das einzelne Ebenen nicht komplett ausgebildet werden ( die Keimbildung wurde lokal unterdrückt ).
3. Sie bilden oft Wechselllagerungen mit makroskopisch kristallisiertem Quarz.
4. Die Bänder sind nicht durch Stauchung, Quetschung oder Verzerrung der Chalcedon-Gallerte entstanden. Es gibt keine Beziehung zwischen Querbänderung und “Gallert-Ventilen” ( sog. “Einfluss / Ausfluss-Öffnungen” ) Sie umkleiden nicht den gesamten Mandelbereich in sphärischer Dimension, sondern stellen echte, wenn auch teilweise unregelmäßige Ebenene dar, die die Mandel in einer Schnittebene zerteilen.
Identische Bildungen gibt es in einer von Rohrbach über Leitzweiler bis nach Rückweiler reichenden Zone. Die bislang am besten charakterisierbaren Ausbildungen finden sich in Rückweiler. Ähnliche Bildungen sind mir desweiteren aus Asni in Marokko bekannt. Mit diesen ebenfalls sehr speziellen Achaten haben die Karrenberger Achate eine weitere Eigenart gemein: Im äußeren Bereich der Mandelbildung findet sich eine rot pigmentierte Chalcedonzone, die meist unstrukturiert erscheint, aber auch eine Vielzahl von wellen- und kreisähnlichen Zeichnungen kann. Auch tauchen in ihr vereinzelt deutliche sphärolithische Bildungen auf. ...

Achat aus Marokko ?