https://www.geolitho.eu/finanziell-unterstuetzen/https://fossilsworldwide.de/http://vfmg.de/der-aufschluss/

Autor Thema: Metastibnit in Windeseile?  (Gelesen 2095 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Philip Blümner

  • Globaler Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.430
    • weloveminerals
Metastibnit in Windeseile?
« am: 03 Oct 06, 19:28 »
Hallo,

ich habe von giantcrystal vor einiger Zeit eine Stufe Stibiconit (teils psm nach Stibnit) aus Grosseto, Italien erhalten. In der Matrix findet sich noch Stibniterz. Als ich heute meine Mineralien neu ordnete, fiel mir auf, dass mehrere Stellen der Stufe wie rot bepudert sind. Kann es sein, dass sich in der kurzen Zeit (max. 1,5 Jahre) Metastibnit gebildet hat?

Gruß
slugslayer

Offline giantcrystal

  • ******
  • Beiträge: 2.355
Re: Metastibnit in Windeseile?
« Antwort #1 am: 03 Oct 06, 19:33 »
Tja, da muß ich wohl auch noch mal nachschauen...Metastibnit fehlt noch in meiner Sammlung ;D

Glück Auf

Thomas

Offline Philip Blümner

  • Globaler Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.430
    • weloveminerals
Re: Metastibnit in Windeseile?
« Antwort #2 am: 03 Oct 06, 19:56 »
Auf deinen Stibniten mit Klebelsbergit befindet sich auch Metastibnit.

Offline giantcrystal

  • ******
  • Beiträge: 2.355
Re: Metastibnit in Windeseile?
« Antwort #3 am: 03 Oct 06, 20:05 »
Aaahh.. oha

na dann

Glück Auf

Thomas

Offline Philip Blümner

  • Globaler Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.430
    • weloveminerals
Re: Metastibnit in Windeseile?
« Antwort #4 am: 03 Oct 06, 20:14 »
Also zumindest auf meinem ist es so. Ich geh mal sehr davon aus, dass es Metastibnit ist.

Offline McSchuerf

  • inaktiver User
  • Beiträge: 0
Re: Metastibnit in Windeseile?
« Antwort #5 am: 03 Oct 06, 20:59 »
Ich gehe auch davon aus. :)..habe so ein Teil..

Offline McSchuerf

  • inaktiver User
  • Beiträge: 0
Re: Metastibnit in Windeseile?
« Antwort #6 am: 03 Oct 06, 21:04 »
..aber wie kommt dann der Schwefel zum Metastibnit ? bzw. wie wird dann aus einem Stibiconit (Blei-Antimon-Oxid) der ohne Schwefel ist, Metastibnit (das ist die Frage auf der anderen Seite)..halt stopp..es wurde ja geschrieben, dass noch ein Rest Stibniterz da wäre..o.k. dann gehts..

...aus dem bleihaltigen Bindheimit, der auch oft zusammen mit Stibiconit auftreten kann,  könnte dagegen eher das Bleioxid Minium (Mennige) resultieren (sieht auch rot bepudert aus.)..aber wenn nur Stibiconit und kein Bindheimit dann wohl doch eher nur Metastibnit..

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 03 Oct 06, 21:07 von McSchuerf »

Offline smoeller

  • ******
  • Beiträge: 5.368
  • Diplom-Mineraloge
Re: Metastibnit in Windeseile?
« Antwort #7 am: 03 Oct 06, 21:54 »
Hallo,

Metastibnit ist die amorphe Modifikation von Antimonsulfid und entsteht bei tieferen Temperaturen (Raumtemperatur) aus Stibnit. Ist durchaus möglich, auch wenn ich es an meinen Schwarzwald-Proben so noch nicht beobachtet habe.

@ McSchuerf: Mennige ist mir zumindest aus den doch recht bleihaltigen Antimonerzen (Semseyit, Zinckenit, Boulangerit u.a.) des Schwarzwaldes und den mir bekannten sonstigen Pb-Sb-Lagerstätten Deutschlands nicht bekannt. Es wäre sicher denkbar, doch sind nahezu alle Mennige-führenden Stufen meiner Sammlung

a) aus Cerussit und Galenit führenden Bleierzbrocken ohne Sb-Erze

b) bis auf eine Stufe aus Freiamt alle in typischem lachsrosa Quarz, der gefrittet worden ist (Feuersetzparagenese nach WITTERN).

Metastibnit erscheint mir hier als wahrscheinlichste Lösung.

Glück Auf!
Smoeller

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge