Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Fragen zur Arbeit mit dem QAPF-Diagramm
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geologe:
Um die Lage eines Gesteins im QAPF-Diagramm zu bestimmen ist es nötig den genauen Mineralbestand zu ermitteln. Ich verfahre nach folgender Methode: Beispiel Q=40,P=20,A=40
Da beide Feldspäte 100% Prozent ergeben müssen wende ich die Formel P=P:(A+P) und erhalte in meinen Beispiel 0,33=33% was ich auf der A-P Achse von A ausgehend suche und die Verbindung zu Q herstelle. Das gesucht Gestein wäre also Granit. Ist das richtig so und ist die Methode tauglich?
Was ist aber wenn folgende Werte ausgezählt werden Q=40,P=20,A=10. Rechne ich dann auf 100% Prozent hoch ? Wäre dann also Q=50
P=30,A=20 und verfahre wie oben beschrieben.
Ich habe mir aus dem Netz eine ganze Reihe Methoden herunter geladen. Was mich irritiert ist das nach anderen Methoden aber mit denselben Werten eine ganz andere Lage der Gesteine im Diagramm errechnet wird. Z.b. 100xA:(A+P).
Es müßte doch eine einheitliche Berechnungsgrundlage geben um eine einheitliche Sprache zu erreichen?. 5 Methoden, 5 verschiedene Gesteine kann es ja bei denselben Auszählungswerten nicht geben. Ich nehme mal an das ich da einige Denkfehler drinnen habe da ich mich erst seit relativ kurzer Zeit damit beschäftige.
Wie kann man es bei Vulkaniten machen? Hier wird wohl nur eine Bestimmung nach Sicht möglich sein die dann auch noch von zweifelhafter Sicherheit ist.
Es gibt Schätztafeln zur Ermittlung des Mineralbestandes. Wo bekommt man so was her?
Bei Plutoniten mache ich es so das ich fotografiere und am Computer auszähle.
Was mich am meisten interessiert ist die Frage nach einer verbindlichen Methode zur Bestimmung eines Gesteins.
Gruß
Jürgen
stollentroll:
Voraussetzung ist, dass Q + A + P = 100 % ist.
Die Methode funktioniert, man muss es natürlich noch mit einem zweiten Mineralpaar, z.B. Q und A machen. Der Kreuzungspunkt der beiden Geraden ist der gesuchte Punkt.
Allerdings sollte das erste "P" in der Formel "P=P:(A+P)" anders benannt werden, da die Formel sonst mathematisch keinen Sinn macht.
Wenn man es ganz ohne Rechnen machen will geht es noch einfacher. Man fängt zum Beispiel mit Q = 40 an. Auf der Seite des Dreiecks AQ oder PQ sucht man den Wert für Q = 40. Parallel zu der Q gegenüberliegenden Seite (also AP) zeichnet man eine Gerade durch Q = 40 auf AQ und PQ.
Dann nimmt man sich das nächste Mineral, z.B. A. Jetzt sucht man auf AQ und AP den Wert für A = 40 und zeichnet eine Gerade parallel zu der A gegenüberliegenden Seite (also PQ).
Der gesuchte Punkt ist der Schnittpunkt der beiden Geraden.
Wenn Q + A + P nicht 100 % ergeben, muss es auf 100 % hochgerechnet werden. Für das Beispiel Q = 40, P = 20 und A = 10 ergeben sich aber nicht 50, 30 und 20, sondern Q = 57,14 %, P = 28,57 % und A = 14,29 %. Die Verhältnisse müssen erhalten bleiben.
Bei Vulkaniten ist es in der Tat oft problematisch, hier wird oft ein normativer Mineralbestand verwendet, der sich aus der chemischen Analyse errechnet.
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