Hallo zusammen,
.....also eigentlich ist es ganz einfach:
man braucht dazu ein kleines Hämmerchen und ein möglichst stabiles, scharfes Messer.
Dann lege man den Fluorit auf eine weiche aber feste Unterlage, betrachte vorher, ob vorhandene kleine Risse auf den Oktaedrischen Aufbau hinweisen,
setze das Messer in genau dieser Spaltrichtung, also in dem gleichen Winkel an, wie die "Risse" verlaufen, - und haue mit dem Hämmerchen kurz drauf (auf die Rückseite der Schneide). Dann springt normalerweise eine Ecke glatt (fast glatt) weg. Dann um 90° drehen, genauso die Ecke wegschlagen, 90° drehen... nochmal, bis die erste Pyramide fertig ist. Nun wird die Pyramide auf die Spitze gelegt, dann beginnt man mit der Unterseite wie bereits schon zu Beginn beschrieben.
Das wesentliche dabei ist, dass man soviel räumliches Vorstellungsvermögen besitzt, um "vorauszusehen", wo man genau das Messer ansetzen muss, damit es am Schluss einen gleichmäßigen Spaltoktaeder und nicht eine wilde geometrische Figur (welche durchaus auch sehr interessaant aussehen kann) ergibt.
>>> Risse im Kristall können natürlich die ganze Herrlichkeit beim letzten Schlag zerstören, dann kann man jedoch daraus wiederum kleinere Spaltoktaeder herstellen. Mir ist kein Fluorit bekannt, mit dem es nicht klappt, es sei denn, dass etwaige Einschlüsse von anderem Material z.B. Quarz, ein sauberes Trennen erschweren.
Viel Spass beim Formatieren,
Bernd
