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Autor Thema: Topas Pseudomorphosen nach Orthoklas  (Gelesen 2161 mal)

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Offline giantcrystal

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Topas Pseudomorphosen nach Orthoklas
« am: 26 Nov 06, 18:38 »
Hallo aus Mittelfranken

Ich habe heute auf der Börse in Würzburg einige ganz witzige Kristalle erstanden :

blaugraue Pseudomorphosen von Topas nach Orthoklas - Zwillingen (Karlbader) vom Schneckenstein. Sehen ganz nett aus und sind sicherlich mineralogische Kuriositäten

Habe noch nie vorher davon gehört...jemand anderes vielleicht ?

Glück Auf

Thomas
« Letzte Änderung: 26 Nov 06, 22:13 von giantcrystal »

Offline smoeller

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Re: Topas Pseudomorphosen nach Orthoklas
« Antwort #1 am: 26 Nov 06, 18:59 »
Hallo,

Dürfte Saubachriss sein. Liegt nur 2 km vom Schneckenstein weg, ist aber meines Wissens im Gegensatz zu diesem noch zugänglich. Daneben gab es aber auch weiter rauf Richtunfg Schneckenstein mal Funde, wenn ich mich nicht irre.

Farbe und Ausbildung lassen aber auf Saubachriss schließen. War ich vor Jahren mal, aber an der falschen Stelle unterhalb des Straße Muldenberg-Hammerbrücke. Na ja, einige Hochquarze und ein topasierter Feldspat-Zwilling.

Glück Auf!
Smoeller

Offline stollentroll

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Re: Topas Pseudomorphosen nach Orthoklas
« Antwort #2 am: 26 Nov 06, 19:23 »
Es gibt auch Pseudomorphosen nach Feldspat, die aus einem weißen bis grauweißen, feinkörnigen Topas bestehen, ganz dicht am Schneckenstein, aber nicht von dem Felsen selber. Die sehen ganz anders aus als das Saubach-Material, es lässt sich eindeutig unterscheiden.

Glück Auf
der Stollentroll

Offline Conny3

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Re: Topas Pseudomorphosen nach Orthoklas
« Antwort #3 am: 26 Nov 06, 19:37 »
Hallo,

Habe da etwas gefunden.Die ältere Literatur schreibt dazu:

Zitat
Im Walddikicht 125 m östlich vom Schneckenstein befindet ich der Ausstrich eines Quarzporphyrstockes von 80 x 30 m Ausdehnung, dessen Grundmasse vollkommen in weißen zuckerkörnigen Topas umgewandelt worden ist. In den Lesesteinen kann man Feldspatkristalle (Karlsbader zwillinge) finden, die ebenfalls völlig in feinkörnigen weißen Topas umgewandelt wurden.
(Zitat Vollstädt, 1971)

Habe diese Stelle aber früher nie aufgesucht. Ist wohl auch zu nahe am Schneckenstein.

Der Conny

Offline Bergmeister

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Re: Topas Pseudomorphosen nach Orthoklas
« Antwort #4 am: 26 Nov 06, 19:48 »
Hallo,

die Feldspatpseudomorphosen sind im Schneckensteingebiet an einen Quarzporphyrgang gebunden, welcher sich vom Schneckenstein zum Saubachriß (auch bekannt für Symplesit!) bei Muldenberg verfolgen lässt. Während es sich bei den Kristallen vom Saubachriß eindeutig um Pseudomorphosen von Quarz und Muskovit nach Feldspat (Analysen der BA Freiberg) handelt  sind Kristalle unmittelbar vom Schneckenstein als Pseudomorphosen von Quarz nach Feldspat mit untergeordnetem Topasanteil (Analysen der BA Freiber) anzusprechen.

@smoeller
Der Saubachriß ist schon seit geraumer Zeit als Flächennaturdenkmal ausgewiesen. Nachdem das Schild mit der Eule auf mysteriöse Weise im nahen Tümpel "baden" ging hat nun der zuständige Förster ein besonderes Auge auf das Areal.

Grüße und Glück Auf!

Bergmeister

 

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