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Rauchquarze aus Pakistan
harndt59:
Besten Dank!
Das ist genau was ich wissen wollte!
Viele Grüsse
Harndt59
MM-Bär:
Moin,
da fällt mir aber - neben der Thermolumineszenzanalyse - noch ein Mittelchen für den Hausgebrauch ein: künstl. bestrahlte Quarze verlieren bei 220-250°C wieder Ihre Farbe, natürliche Q. hingegen erst oberhalb von 300°C. Da kannste das Teil ja in die häuliche Backröhre legen und gespannt zugucken.
MM-Bär
harndt59:
Hallo MM-Bär,
ist das ernst gemeint, oder will mich da jemand auf den Arm nehmen?
harndt59
MM-Bär:
--- Zitat von: harndt59 am 05 Dec 06, 12:24 ---Hallo MM-Bär,
ist das ernst gemeint, oder will mich da jemand auf den Arm nehmen?
harndt59
--- Ende Zitat ---
Nein, das ist ernst gemeint. Habe diese Informationen aus einem nützlichen Büchlein über das Erkennen von Manipulationen im Edelsteinbereich.
Würde aber vorsichtig sein, und die Temperaturen langsam hoch- und herunterfahren (wg. Spannungsrisse!), sonst kann es Totalverlust geben.
Nur hilft Dir das nicht viel - eher hinterher, wenn Du das Stück bekommen hast - oder willste nach Pakistan mit einem Bratofen unter dem Arm? 8)
MM-Bär
aca:
Hallo,
Rauchquarze aus Pakistan, das kann theoretisch schon hinkommen. Hier wäre ein genauer Fundort hilfreich - unter Ost-Pakistan kann ich mir nix vorstellen, so hiess früher mal Bangla-Desh, oder? ;)
Interessant ist z.B., was noch an Mineralien auf der Stufe ist.
Bestrahlte Quarze aus Rumänien und China kommen oft aus Erzgängen und zeigen noch Reste von grünlichem Fluorit, Pyrit, etc.
Die Anwesenheit von Pyrit an sich bedeutet zwar nichts, aber sehr dunkle Quarze aus Erzgängen sind eher ungewöhnlich (mir fällt spontan kein einziger entsprechender Fundort ein). Hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kristall durch die Verfärbung ästhetisch "gewinnt" auch höher, denn Quarze aus solchen Vorkommen sind oft trübe. Einem klaren Bergkristall wird man dagegen eher keine Gewalt antun.
Wie gesagt, alles kein Beweis/Gegenbeweis.
--- Zitat von: MM-Bär am 05 Dec 06, 12:38 ---[
Nein, das ist ernst gemeint. Habe diese Informationen aus einem nützlichen Büchlein über das Erkennen von Manipulationen im Edelsteinbereich.
--- Ende Zitat ---
@MM-Bär,
interessant, könntest Du eine genaue Quellangabe posten?
Das wäre die erste mir bekannte Literaturquelle, in der steht, daß sich natürliche Rauchquarze bei anderen Temperaturen entfärben als künstlich bestrahlte.
Die üblichen Angaben (Rykart und Co.) geben für Rauchquarze allgemein etwa 200 Grad C an.
Würde mich ehrlich gesagt sehr wundern, da die Farbzentren (AlO4 + kleines monovalentes Kation ) die gleiche Struktur haben sollten. Mein
Rauchquarze von verschiedenen Fundorten unterscheiden sich bestimmt hinsichtlich der Stabilität der Farbzentren, z.B. gegen Licht. Der Graubündner Strahler Dosi Venzin meinte z.B. mal auf meine Frage, ob er keine Angst habe, dass die Kristalle, die neben der Kluft in der Sonne liegen (auf 2800m), ausbleichen, dass sich Val Giuv Rauchquarze am Sonnenlicht kaum entfärben. Da sind gewisse Schwankungen bei der Temperaturempfindlichkeit je nach Fundort auch wahrscheinlich.
--- Zitat von: MM-Bär am 04 Dec 06, 21:09 ---Moin,
klar, kann man die erkennen. Nur, dazu brauchst Du analytische Geräte, die nicht mal jede Uni hat 8)
MM-Bär
--- Ende Zitat ---
Wir hatten ja schon in einem anderen Thread http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?SCPHPSESSID=d9bd40524797d13113b8d3012304413f&topic=10722.0
über die Identifikation von künstlicher Bestrahlungsverfärbung gesprochen, und Du erwähnst analytische Geräte. Weisst Du genaueres darüber, wie die das Verfahren funktioniert?
Gruss,
Amir
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