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Autor Thema: Fotografieren mit Luxeon LEDs  (Gelesen 19889 mal)

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Offline mir

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Re: Fotografieren mit Luxeon LEDs
« Antwort #45 am: 30 Dec 06, 20:04 »

Hallo Stefan,

vielen Dank für die Korrektur. Ich sollte mich damit mal besser auseinander setzen! Zum Glück gibt es einige, die einem darauf hinweisen  ;)

beste Grüsse

Mirco

Offline Krizu

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Re: Fotografieren mit Luxeon LEDs
« Antwort #46 am: 31 Dec 06, 11:45 »
Hallo Stefan,

zur Reihenschaltung:
Der Vorwiderstand kontrolliert die Spannung, beide LEDs werden vom gleichen Strom durchflossen. Ist in meinen augen i.O. es werden nur kleine Unterscheide in der Helligkeit sein.

Bei der Parallelschaltung:
Jede LED hat nach Temperatur und der individuellen Laune eine eigene Diodenspannung diese ca 3.4 bis 6V. Wenn du jetzt eine LED mit 5.8V und eine mit 6.0V erwischt, betreibst du die erste im Überlastbereich, die ist deutlich heller, wird wärmer, nimmt sich mehr Strom usw. usw.

Meine Empfehlung: Reihenschaltung. Spannung ist leichter zu bekommen als Strom!

MfG

Frank

Offline Stefan

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Re: Fotografieren mit Luxeon LEDs
« Antwort #47 am: 01 Jan 07, 14:40 »
Mit meiner vorherigen, durchaus korrekten Aussage habe ich nur den fachlichen Fehler korrigiert, keine Empfehlung ausgesprochen.

Bei Parallelschaltung sollte ggf. ein kleiner, angepasster Vorwiderstand vor jeder Diode das Problem des unterschiedlichen Stromes lösen. Wie Frank aber schon sagt, ist ein Netzteil mit höherer Spannung deutlich einfacher zu bekommen als mit hohem Strom, daher ist die Reihenchaltung in meinen Augen zu bevorzugen.

Gruß Stefan


Offline guefz

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Re: Fotografieren mit Luxeon LEDs
« Antwort #48 am: 01 Jan 07, 17:29 »
Hmm, gehen wir das doch mal mit konkreten Zahlen durch: Ausgangslage sind zwei LEDs, die laut Datenblatt 3,4V bei 20mA benötigen, und ein geplanter Betrieb an einem 12V-Netzteil (konstante Spannung!).

Bei Reihenschaltung liegen an den beiden LEDs 6,8V, bleiben also 5,2V für den Vorwiderstand, macht wegen R=U/I 260 Ohm. Hat jetzt eine der LEDs wegen Fertigungstoleranz nur eine Durchlass-Spannung von 3,2V, haben wir nur 6,6V an den LEDs und 5,4V am Widerstand, was einen Strom von I=U/R von 20,7mA ergibt.

Bei Parallelschaltung haben wir im 3,4V an der LED und daher 8,6V am Vorwiderstand, der dann einen Wert von 430 Ohm haben muss. Nehmen wir auch hier wieder die LED, die nur 3,2V benötigt, liegen jetzt 8,8V am Widerstand mit einem Strom von 20,5mA.

Wie man erstens sieht, sind die Überlastungen bei solch kleinen Spannungsabweichungen sehr gering und zweitens bei der Parallelschaltung geringer als bei der Reihenschaltung.

Günter

Offline Stefan

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Re: Fotografieren mit Luxeon LEDs
« Antwort #49 am: 01 Jan 07, 19:08 »
Soweit so gut (ich habe es nicht nachgerechnet).

Was Du ungeachtet lässt, dass bei Parallelschaltung der doppelte Strom verbraten wird und wir nicht von Funzel LED's reden die nur 20 mA benötigen. Der Strom summiert sich bei Parallelschaltung schnell, so dass ein im Verhältnis teures Netzteil benötigt wird. Zudem müssen die Vorwiderstände immense Leistungen verbraten und würden sehr heiß werden.

Nehmen wir die Luxeon 3 Watt, die mit 700 mA-1A und 3,27-3,51Volt betrieben wird.  Rechnen wir mit 1A und 3,5 Volt. Bei einer Spannungsquelle von 12 Volt würden alleine im Vorwiderstand (12V-3,5V)*1A = 8,5 Watt verbraten werden, damit kann man bereits löten. Wenn wir 3 Leds in Reihe schalten, sind es nur noch  (12V-3*3,5V)*1A =  1,5 Watt. So bekomme ich für 12 Watt Leistung 3 mal so viel Licht wie bei Parallelschaltung wo ich für die selbe Lichtmenge ein teureres 3 Amper Netzteil benötige und über 25 Watt verheize.

Parallelschaltung ist uneffizient und benötigt deutlich teurere Komponenten
-Hochlastvorwiderstände
-starke Stromquelle
-unnötige Heizleistung
-hohe Stromkosten
-schwerer anzupassen

Einen Nachteil hat die Reihenschaltung, ändert eine LED durch Alterung, Materialfehler oder was auch immer den Innenwiderstand, können evtl. alle LED's durch höheren Strom ggf. dabei Schaden nehmen (geringes Risiko, aber durchaus möglich).

Gruß Stefan

 

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