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Autor Thema: Alpinexperten gefragt  (Gelesen 7635 mal)

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Offline uwe

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Alpinexperten gefragt
« am: 17 Dec 10, 19:23 »
Bei meiner alljählich im Winter durchgeführten Inventur der Sammlung ist mir eine kleine Stufe unters Bino gekommen, welche ich mal im Felssturz am Beryller/Untersulbachtal gefunden habe. Den violetten Kristall habe ich als Apatit angesprochen, bin mir aber nicht ganz sicher, da die Apatite dieser Gegend sonst farblos und von anderer Kristallform sind. Was ist Eure Meinung?

Die Bildbreite beträgt eta 5 mm.

Uwe

Offline elzinglover

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Re: Alpinexperten gefragt
« Antwort #1 am: 17 Dec 10, 20:00 »
Hallo!
Schaue mal unter der Gaidonnayit-Gruppe nach...
Vielleicht kommst du da der Antwort etwas näher. Das Bild ist nicht ganz aussagefähig, aber man kann schon eine Kristallform erkennen, die in oben genannte Richtung zielt. Farbe stimmt auch...
Grüsse aus den Bergen

Offline elzinglover

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Re: Alpinexperten gefragt
« Antwort #2 am: 17 Dec 10, 21:22 »
Sorry Uwe!
Meinte natürlich Gadolinit. Leichte Verwechslung...
Grüsse Volker

Offline franksch

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Re: Alpinexperten gefragt
« Antwort #3 am: 17 Dec 10, 21:39 »
Hallo Volker,
ich bin zwar kein Alpin- Experte, aber Gadolinit würde ich auf Grund der Farbe definitv ausschließen. Aus diesem Fundgebiet kenne ich nur recht hellgrünen Gadolinit. Apatit in dieser Farbe habe ich aber auch noch nicht von dort gesehen, wäre theoretisch aber möglich. Kommt Zirkon vielleicht in Frage?

Viele Grüße aus Berlin
franksch

Offline Goldi85

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Re: Alpinexperten gefragt
« Antwort #4 am: 17 Dec 10, 21:50 »
Hallo,

so rein von der Farbe her, da ich die Kristallform nicht erkennen kann- wurde Fluorit denn schon ausgeschlossen? Ist ja auch in der Mineralienliste vom Fundort eingetragen.

Gruß  Daniel

Offline strahler1975

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Re: Alpinexperten gefragt
« Antwort #5 am: 18 Dec 10, 00:28 »
Schaut nach Zirkon oder leicht gefärbtem Hydrogrossular aus - habe ähnliche vom Zillertal gesehen.


Glück auf
Frank

Offline loismin

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Re: Alpinexperten gefragt
« Antwort #6 am: 18 Dec 10, 09:11 »
Hallo Uwe.
Das Bild ist leider wirklich nicht so gut.
Ich würde da am ehesten noch Fluorit sagen wenn ich die dreieckige Fläche im Bild rechts oben richtig deute.
Der ist ja auch schon gefunden worden.


Gruß
Lois

Offline uwe

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Re: Alpinexperten gefragt
« Antwort #7 am: 18 Dec 10, 10:33 »
Erst mal danke für die Antworten. Gadolinit denke ich ist es eher nicht. Bei dem Hinweis auf Gaidonnayit war ich richtig erschrocken, denn meines Wissens gibt es den in Mitteleuropa bzw. im Alpenraum  gar nicht.

Heller Zirkon wäre schon möglich. Ich werde heute abend, wenn's dunkel geworden ist, mal die Fluoreszenz prüfen. Im übrigen gehe ich von der alten Sammlerregel aus: "Im Zweifel ist es immer das gewöhnlichere." Also wird es wohl etwas angebrochener Fluorit sein, obwohl der natürlich im UST auch nicht gerate häufig ist. Allerdings ist die Kristallform, die man 3-dimensional unterm Bino natürlich besser als auf dem Foto erkennt, nicht für Fluorit spricht. Ich werde mal 'ne Skizze machen. Auch ist die Farbe in natura heller als auf dem Foto - also doch Hydrogrossular?

Ist für mich eine schöne Denkaufgabe für die Weihnachtsfeiertage.

Uwe

Offline uwe

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Re: Alpinexperten gefragt
« Antwort #8 am: 18 Dec 10, 17:50 »
Ich habe gerade die Fluoreszenz geprüft, die ist absolut Null. Ist zwar kein sicheres Analysenmittel, aber ich denke so kann ich Zirkon ausschließen. Die Oberfläche einiger nicht gebrochener drei- oder sechseckiger (?) Flächen ist nicht glatt und ähnelt sehr den Hydrogrossularen, abgebildet bei mindat (dort allerdings als Hibschit). Ich werde das Stüfchen nächstes Jahr mal mit nach Österreich nehmen.

Vieleicht kann ich mal den Frank "Strahler 1975" treffen und ihm die Kristalle zeigen.

Gruß
Uwe

Offline strahler1975

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Re: Alpinexperten gefragt
« Antwort #9 am: 19 Dec 10, 02:45 »
Sehr interessant uwe, dass scheinbar die Funde vom Beryller in Untersulzbach ähnlich denen sind, die ich im letzten Jahr in einer bestimmten Ecke im Zillertal gehabt habe.
Der Kluftberyll (siehe Mineralien Tirols) ist aus der selben Ecke wie der Hydrogrossular, den ich habe.
Allerdings war bei mir die Färbung gängiger - grün bis farblos und zum Rand hin sehr leicht rosa und die Grösse ca 4-6mm.

Dann werden wir die Stücke evtl. mal vergleichen, wenn sich´s ergibt.

Glück Auf !!!
Frank
« Letzte Änderung: 19 Dec 10, 02:52 von strahler1975 »

Offline Harjo

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Re: Alpinexperten gefragt
« Antwort #10 am: 19 Dec 10, 10:57 »
Hydrogrossular-Hibschit kenne Ich nicht vom Beryller, am ehesten würde Ich Fluorit vermuten.
Ist der Hydrogrossular-Hibschite vom Zillertal analysiert?

Grüß,

Harjo
« Letzte Änderung: 19 Dec 10, 15:30 von Harjo »

Offline loismin

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Re: Alpinexperten gefragt
« Antwort #11 am: 19 Dec 10, 11:29 »
Hallo.

Nun im Zillertal zum Pfitscherjoch und dem Schrammacher gibt es ganz ähnliche aplitische Gesteineinlagerungen und Gänge wie
im Untersulzbachtal.
Mit ganz ähnlichen Mineralien wie Gadolinit , Äschynit , Beryll usw.usw.
Dabei gibt es am Felssturz natürlich auch kleine Granat xx.
Wie schon gesagt, aus dem Bild allein trau ich mich da nichts sicheres zu sagen.
Das müßte man in Natura sehen.


Gruß
Lois

 

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