Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations
Beryll oder Aquamarin?
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vanderheide:
Liebe Leser
Das erste Bild: ein Beryll, 23 cm hoch, 3.5 Kg schwer – unter dieser Bezeichnung in Brasilien erworben.
Das zweite und dritte Bild: derselbe Stein! Jetzt geschliffen und noch 21 cm hoch, 2.15 Kg schwer.
Der chemische Formel für Beryll ist „Be3 Al2 Si6 O18“, für Aquamarin gilt dieselbe Formel. Ich habe die Information, dass die himmelsblaue Farbe durch Eisen bewirkt werden soll und der Stein dann Aquamarin genannt wird.
Also eine rein optische Frage, scheint mir.
Könnt Ihr mir sagen: habe ich nun immer noch einen Beryll oder ist es ein Aquamarin geworden?
Gruss
vanderheide
smoeller:
Hallo,
Aquamarin ist eine Varietät von Beryll und ja, die Farbe rührt von Eisen her. Die klaren hellblauen Partien in deinem Stück würde ich schon als Aquamarin bezeichnen.
Glück Auf!
Smoeller
TT-PP:
Hallo,
ich habs mir so gemerkt:
Beryll tritt in unterschiedlichen Farben auf:
gelblich bis hellbräunlich: Beryll
hellblau: Aquamarin
grün: Smaragd
Die hellblauen Stellen sind Aquamarin, der Rest Beryll.
Gruß
peter paul
vanderheide:
Hallo!
Habt Dank für Eure Antworte!
Die Antworte, die ich bis jetzt erhielt, decken sich mit Euren. Da scheint ja ein "Nenner", dh Übereinstimmung.
mit bestem Gruss
Hans van der Heide
Axinit:
Hallo,
jetzt hast Du es noch einmal ganz genau ...
Siehe nachstehendes Zitat aus Roempp's Chemielexikon:
AQUAMARIN
Durchsichtige bis durchscheinende Edelsteinvarietät von Beryll, die durch Spuren von Fe(II) in den Kanälen der Kristallstruktur und wenig Fe(III) auf Kristallgitterplätzen des Aluminiums blaßblau bis kräftig dunkelblau ("meerwasserblau", Name!) gefärbt ist. Grünliche Aquamarine haben Fe(III) auf Plätzen von Al(III) in den [AlO6]-Oktaedern und wenig Fe(II) in den Kanälen, siehe Literatur [1]. Sie können teilweise durch Erhitzen auf etwa 400–450°C in die begehrten blauen Farben überführt werden; D. 2,6–2,8.
Vorkommen:
Überwiegend teils primär in Pegmatiten, teils sekundär in Seifen. Hauptförderländer sind Brasilien (besonders der Bundesstaat Minas Gerais [1]), Madagaskar, Nigeria und Pakistan. Weitere größere bis große Vorkommen gibt es in Namibia, den USA, im Ural in Rußland und in Europa in den Mourne Mountains in Nordirland.
Literatur:
[1] Viana, R. R.; Jordt-Evangelista, H.; Magela da Costa, G.; Stern, W. B., Phys. Chem. Miner., (2002) 29, 668.
Eppler, W. F., Praktische Gemmologie, 5. Aufl.; Rühle-Diebener: Stuttgart, (1994); S. 191
Weise, C., Hrsg., Aquamarin & Co; extraLapis Nr. 23; Christian Weise Verlag: München, (2002) (96 Seiten, mit vielen Farbfotos)
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