Mal eine Frage an Erzgebirgskenner:
Piemontit wird in keiner der mir zugänglichen Quellen von Erzgebirgischen Fundstellen beschrieben. Ich erinnere mich aber, daß ich als Anfänger vor etwa 30 Jahren auf der Halde 311 im Silberbachtal bei Schneeberg (heute total abgetragen) ein kleines Stückchen Calzit mit eingewachsenen dunkelgrünen, prismatischen Kristallen, die ich als Epidot angesehen habe, aufgelesen habe. Nach dem Absäuren des Calzites stellten sich die Kristalle zur Hälfte dunklegrün und zur Hälfte rot dar.
Es könnte eine Epitaxie von Epidot und Piemontit gewesen sein, falls das mineralogisch möglich sein sollte. Das Stück war nur reichlich würfelzuckergroß und ich Esel habe es damals weggeworfen, weil man als Anfänger oft der Meinung ist immer noch ein besseres, größeres Stück zu finden. Außerdem hatte ich damals noch kein Mikroskop und meinte nur große Stufen sind aufhebenswert. Aus heutiger Sicht wäre dieses Stück natürlich wertvoll.
Was meint Ihr ? Könnte das Piemontit gewesen sein.
(Farbiger Elbait sollte im Aue/Schneeberger ganz ungewöhnlich sein. Außerdem war damal die Unsitte, seinen Abfall auf anderen Halden zu entsorgen noch nicht so verbreitet wie heute.)
Glück Auf
Uwe