Arbeitsmittel / Means for work > Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto
Digitale Fokuserweiterung
Stefan:
@KOstMineral
wenn Du quasi im dunkeln fotografierst würdest du das Hintergrundrauschen extrem erhöhen und immer verauschte Bilder erhalten. Zudem würde die Tiefenschärfe negativ beeinflusst werden.
Viel Licht ist das A und O bei der digitalen Forografie. Um Reflektionen zu verhindern, ist es wichtig eine möglichst gleichmäßige Ausleuchtung zu erzielen oder sehr genau beleuchten zu können.
Der Trick mit dem Papier und aufgeschnittenem Yoghurtbecher etc. ist recht praktikabel.
Bei der Gelegenheit würde mich dann die Blende und Belichtung bei den Fotos interessieren.
Gruß Stefan :D
Uwe Kolitsch:
Hilfreich ist auch, das Licht diffuser zu machen, indem man Butterbrotpapier o.ä. halbtransparentes Material vor die Lichtquelle schiebt. In einschlägigen Büchern/Artikeln stehen sicher noch mehr Tips drin.
KOstMineral:
Hoi,
ich fotografiere am Mirko mit folgenden Einstellungen:
• Blendenzahl 3.0 ??? ??? ???
• Verschlusszeit 1/40 bis 1 (lasse ich meist vorgeben)
• Filmempfindlichkeit ISO50
„Ich weiss, dass bei höherer Blendenzahl die Tiefenschärfe besser ist und ich muss dies bei den nächsten Bildern mit einfliessen lassen.“
Werde auch mal eure Tipps mit der Beleuchtung mit einfliessen lassen. Hab da noch eine Medusa 3000 herumstehen. Hat jemand mit Erfahrung mit dem Ding? Taugt das Teil überhaupt was?
@Stefan
Mit welchen Einstellungen arbeitest du eigentlich so?
Gruss
Klaus
Stefan:
Hallo,
Blende und Belichtung hängen sicher von der Vergrößerung am Mikroskop und der Menge Licht ab die dann noch einfallen. Ich arbeite oft mit 4,5 und lasse die Belichtung automatisch machen. Bei Stack Aufnahmen mache ich Probebilder und stelle dann Belichtung und Blende für alle Bilder gleich ein.
Gruß Stefan
berthold:
Hallo,
ich habe mir eben einige Bilder, die Stephan Wolfsried mit CombiZ gemacht hat angeschaut (unter mindat.org Beispiel : http://www.mindat.org/picshow.php?id=32623) Nun habe ich mit (früheren Versionen) CombiZ keine so tollen Erfahrungen gemacht, werde mich aber nun wieder mit dem Tool beschäftigen, die Bilder haben mich überzeugt.
Ich habe übrigens vom Binokular-Foto Abschied genommen, auch bei sehr kleinen Kristallen. Meine Technik sieht so aus:
- Kodak 14n Spiegelreflex
- (im Fall von besonders kleinen Objekten) Kenko Telekonverter
- Automatik-Zwischenringe (maximal 2 Sätze ca. 15 cm Auszugsverlängerung)
- Nikon-Makro-Objektiv (105 mm, geht ohne Auszugsverlängerung bis 1:1 und bis Blende 54)
Durch Testserien habe ich festgestellt, dass ich die beste Bildqualität bei Bildern bis 1:1 immer (nur) mit dem Objektiv bei Blenden 22-54 bekomme, wobei bei 22 die Schärfe vieleicht noch eine kleine Idee höher ist, aber die Schärfentiefe bei 54 in vielen Fällen das absolut wett macht.
Anders ist es bei sehr kleinen Objekten, wo ich Bilddiagonalen von 2-3 mm brauche. Hier hat sich die Reihenfolge Kamera, Telekonverter, Zwischenringe, Objektiv bewährt, allerdings habe ich die beste Schärfe bei Blenden 4-11. Da ist dann zwar nichts mehr viel mit Schärfentiefe aber die 14 Megapixel der Kamera sind nur bei solchen Blenden noch halbwegs nutzbar. Ja, und deswegen denke ich wieder an die Digitale-Fokuserweiterung.
Übrigens bin ich einem systematischen Fehler auf die Spur gekommen: Immer wenn man auf den Auslöser drückt erschüttert man die Kamera, der ganze Aufbau schwingt -> das Bild wird unscharf. Soweit war mir das bekannt, hatte ich durch elektrischen Fernauslöser oder Selbstauslöser (zeitverzögert) gelöst. Nun habe ich aber herausgefunden, dass es immer noch eine Erschütterung gibt, nämlich wenn der Spiegel nach oben schlägt. Abhilfe schafft hier eine Funktion "Spiegelvorauslösung", die ich im Handbuch entdeckt habe. Beim Auslösen (braucht man keine Fernauslösung) geht der Spiegel sofort hoch, dann, nach einigen Sekunden erst geht der Verschluss auf. Man lernt halt immer wieder dazu.
Gruß
Berthold
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