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Digitale Fokuserweiterung
Chris_sis:
--- Zitat von: berthold am 22 Aug 05, 20:46 ---Hallo,
(....)
2.) Testserie bei diesem Maßstab erbrachte größte Schärfe bei ca. Blende 8 (nur hier machen 14 Megapixel wirklich Sinn)
3.) Dateiformat Kodak-Raw -> Tiff (damit keine JPG-Artefakte stören)
Die Bilder waren gleich gemacht. CombineZ5 brachte ich unter Linux nicht zum laufen, unter Windows XP erst nachdem ich eine fehlende dll nachinstalliert hatte. Die 5 Einzelbilder (je 4500 x 3000 Pixel, 38 MByte) wurden von CombineZ5 in ca 15 Minuten importiert, das berechnen des output-Bildes dauerte ca 45 Minuten (Rechner mit 2.66 GHz). Das berechnete Bild hatte überraschenderweise etwas anderes Format: 4608 x 3072 Pixel (seltsam, es ist größer geworden). Fazit: Schwächen in einzelnen Bereichen des Bildes und besonders die langsame Verarbeitung rechtfertigen für mich den Aufwand mit CombineZ5 in diesem Fall nicht.
(...)
--- Ende Zitat ---
2 = ich bin mir nicht wirklich sicher, ob 14MPixel bei diesen Aufnahmen Sinn machen...muesste man mal ausrechnen in Abhaengigkeit
von allen Abbildungsparametern..."uebern Daumen" wuerde ich sagen, dass bei Hellfeld mit einem StandardMikroskop (nicht Stereo)
und sehr guten Objektiven bei ca 5-8MPixeln das Ende der Aufloesungsfahnenstange erreicht ist. Mit extrem teuren Objektiven ggf auch mal
10 oder 12MPixel maximal.
3 = ja, sehr gut! TIFF ohne Kompression macht in diesem Fall sehr viel Sinn
Das das Ergebnisbild etwas "groesser" als die Einzelbilder sind liegt an der Verschiebung der Bilder gegeneinander. Das wird durch die
Software ausgeglichen - die Bilder 'gerade' ueberlagert und leicht gegeneinander verschoben.
Gruesse,
Christian
Chris_sis:
--- Zitat von: Krizu am 23 Aug 05, 09:43 ---
--- Zitat von: Chris_sis am 22 Aug 05, 09:59 ---Oh, Frank ist ein Kunde? soso ;-)
--- Ende Zitat ---
Klar,
zwar nicht ich als Person - aber ich verbringe einige Zeit mit dem Programm.
hatte auch vor kurzem einen Bericht mit SiS zusammen ;-) über Partikelgrößenverteilungen mittels TEM und REM. Schöne Grüsse an den Herrn Stallknecht.
Ich glaube der :) Smilie ist besser 8)
MfG
Frank
--- Ende Zitat ---
wird erledigt ;D
berthold:
Hallo Christian
--- Zitat ---2 = ich bin mir nicht wirklich sicher, ob 14MPixel bei diesen Aufnahmen Sinn machen...muesste man mal ausrechnen in Abhaengigkeit
von allen Abbildungsparametern..."uebern Daumen" wuerde ich sagen, dass bei Hellfeld mit einem StandardMikroskop (nicht Stereo)
und sehr guten Objektiven bei ca 5-8MPixeln das Ende der Aufloesungsfahnenstange erreicht ist.
--- Ende Zitat ---
Das siehst Du richtig, deswegen arbeite ich auch nicht am Mikroskop. (M)ein Makroobjektiv (das alleine 1000 Euro kostet) ist eher in der Lage die physikalische Auflösung von 14MPixel auszunützen als mein Bino. Aber auch nicht immer. Man muss Effekte wie Randschärfe, Schärfentiefe und Abbildungsleistung bei verschiedenen Blenden - und das wieder bei verschiedenen Maßstäben berücksichtigen (austesten :-[ ). Und da bin ich eben drauf gekommen, dass ich zwar bei Blende 54 eine super Schärfentiefe (z.B. bei Bild-Diagonalen von 3 mm) hätte, aber die Abbildungsleistung (sprich die Gesamtschärfe) miserabel ist. Bei 7 cm Bilddiagonale (siehe Beispiel oben) ist bei Blende 38 noch kein so extremer Unterschied zur Schärfe bei Blende 8 aber - richtig 14Megapixel bräuchte man schon da nicht. Deswegen ja die Idee, das Bild bei jeweils bester Blende aus Einzelbildern zusammenzubasteln. Nur wenn ich die Rechnezeit für die (wie Stefan z.B. schreibt) vieleicht 40 notwendigen Schärfeebenen bedenke (Stunden ?!) vergeht mir die Lust zum experimentieren schon ein wenig. Und Garantie für ein optimales Resultat nach vieleicht 20 Stunden Rechenzeit hab ich dann ja auch nicht. Zudem gibt es da ja einige Dinge, die sich rechnerisch nicht automatisch lösen lassen (z.B. zwei scharfe Ebenen für einen Bildpunkt - Transparenzproblem...)
Gruß
Berthold
Stefan:
Hallo Berthold,
da kann ich nur sagen HeliconFocus, die Software berechnet den Stack in wenigen Minuten. Zudem geht das mit der Transparenz sehr gut, da der erste Schärfepunkt der Ausschlaggebende zu sein scheint. Ich habe da ein recht gutes Bild berechnen lassen, habe es nur gerade nicht hier. Ich werde wenn ich nach Hause komme das Bild mal rein stellen.
Meine Erfahrungen sind, dass ich mit den 7 Megapixeln, dem Zeiss Bino und der Software bessere Bilder hinbekomme, als ich sie im Bino sehen kann. Dennoch ist es wirklich so, dass die optische Auflösung an ihre Grenzen gekommen ist und da noch sehr wenig raus zu holen ist. Das sieht man auch sehr gut bei der Malachitkugel. Da geht auch mit dem Auge im Bino nicht viel mehr.
Mir würde mal ein Wettbewerb vorschweben, bei dem wir ein und die selbe Stufe durch die Gegend schicken und jeder darf sich an den besten Bildern versuchen und wir vergeleichen die Ergebnisse. Das wäre mal ein wirklicher Vergleich. Gegenstandgröße Objektgröße so max. 1 bis 3 mm. Ich habe oft den Verdacht, dass wir hier Äpfel mit Birnen vergleichen.
Gruß Stefan
kraukl:
Hallo Stefan,
das ist eine sehr gute Idee.
Dann könnte man auch wirklich Vergleiche ziehen und beurteilen, welche
Einrichtung oder welches Programm sich am besten eignet.
Glückauf
aus dem Ruhrgebiet
Klaus
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