(...)
Das siehst Du richtig, deswegen arbeite ich auch nicht am Mikroskop. (M)ein Makroobjektiv (das alleine 1000 Euro kostet) ist eher in der Lage die physikalische Auflösung von 14MPixel auszunützen als mein Bino. Aber auch nicht immer. Man muss Effekte wie Randschärfe, Schärfentiefe und Abbildungsleistung bei verschiedenen Blenden - und das wieder bei verschiedenen Maßstäben berücksichtigen (austesten
). Und da bin ich eben drauf gekommen, dass ich zwar bei Blende 54 eine super Schärfentiefe (z.B. bei Bild-Diagonalen von 3 mm) hätte, aber die Abbildungsleistung (sprich die Gesamtschärfe) miserabel ist. Bei 7 cm Bilddiagonale (siehe Beispiel oben) ist bei Blende 38 noch kein so extremer Unterschied zur Schärfe bei Blende 8 aber - richtig 14Megapixel bräuchte man schon da nicht. Deswegen ja die Idee, das Bild bei jeweils bester Blende aus Einzelbildern zusammenzubasteln. Nur wenn ich die Rechnezeit für die (wie Stefan z.B. schreibt) vieleicht 40 notwendigen Schärfeebenen bedenke (Stunden ?!) vergeht mir die Lust zum experimentieren schon ein wenig. Und Garantie für ein optimales Resultat nach vieleicht 20 Stunden Rechenzeit hab ich dann ja auch nicht. Zudem gibt es da ja einige Dinge, die sich rechnerisch nicht automatisch lösen lassen (z.B. zwei scharfe Ebenen für einen Bildpunkt - Transparenzproblem...)
Gruß
Berthold
Hallo Berthold,
ja, wenn ich mich da recht erinnere, dann gibt es sphaerische, chromatische, und noch weitere Abbildungsfehler, die
das Aufloesungsvermoegen negativ beieinflussen. Generell ist es wohl so, dass je kleiner die Vergroesserung, desto mehr
Sinn machen mehr Pixel einer digitalen Kamera. Es gibt viele Menschen, die bei 300facher Vergroesserung am Lichtmikroskop
noch unbedingt eine 10MPixel Kamera haben moechten...weil die 'mehr ist besser' Mentalitaet durchschlaegt

Einen der direkten Auswirkungen erkennst Du hier besonders deutlich: grosse Bilder, Verarbeiten dauert, Speich und Backupplatz....
und wenn am Ende der Kette eh' nur ein Ausdruck auf einen Tintendrucker steht....naja...dann muss man schon manchmal einiges
an UEberzeugungsarbeit leisten

40 grosse Bilder: Neben einer leistungsfaehigen CPU braucht man fuer diese Berechnung auch noch 'massig' RAM, wenn es
moeglichst schnell funktionieren soll.
Durch "testen" in Deiner Konfiguration zum besten Ergebnis zu kommen ist eine Methode....richtig - aber eben auch
sehr zeitaufwendig...immer nur einen Abbildungsparameter (zB Blende) aendern und dann schauen, wie sich das Ergebnis
veraendert - am besten dann wohl mit einem Testchart (sieht man zB in der CT' bei Tests von Kameras meist im Hintergrund
haengen....) und soetwas muesste man dann als Testobjekt in 3d haben....das wird schwer....
Beste Gruesse,
Christian