Hallo,
Halloysit ist technisch sehr interessant. Es handelt sich nämlich um Material mit Thixotropie. Das bedeutet, eine Suspension von Halloysitpulver in Wasser verhält sich im Ruhezustand wie ein mehr oder minder festes Gel (gummiartig), während es sich im bewegten Zustand wie eine Flüssigkeit verhält. Diese Eigenschaft kommt daher, dass die Ladungen der blättchenförmigen xx anisotrop ist. Die Flächen sind (glaube ich, mal gelesen zu haben) positiv geladen, die Kanten negativ. Die Ladungen sind nur schwach, da die Kristallstruktur eigentlich ja ausgeglichen sein sollte und reine Effekte an der Oberfläche. Die Blättchen orientieren sich nun im ungestörten Zustand zu Kartenhausstrukturen (immer Kante(n) an Fläche, d.H. negative zu positiver Ladung). Nun entsteht eine Struktur, die sich einem Festkörper oder Gel ähnlich verhält. Das Wasser befindet sich dabei in den Zwickeln der Struktur. Wenn man das ganze bewegt, wird das Kartenhaus zerstört, das ganze verhält sich als Flüssigkeit. Lässt man die Suspension in Ruhe, entsteht wieder die Struktur.
So etwas lässt sich unter anderem in Stoßdämpfern ausnutzen.
Glück Auf!
Smoeller