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Stromeyerit?
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Philip Blümner:
Hallo,
ich habe in Oberursel eine Stufe Stromeyerit xx aus Vrancice, Pribram, Tschechien erwerben können. Auf der Stufe sind ein paar Geoden mit verschieden förmigen xx. Der Herr auf der Börse meinte, es seien die länglichen. Neben den länglichen befinden sich pseudooktaedrische, silbrige xx (von der Form ähnlich Ferritungstit). Es gibt nciht viele Stromeyeritbilder im Internet. So gesehen habe ich kaum Vergleichsmöglichkeiten.
Ich weiß aber, dass es in Pribram Stromeyerit xx gegeben hat, auch wenn die meisten durch Pseudomorphosen untergegangen sind. Anbei habe ich eine Kristallzeichnung erstellt. Also Stibnit ist es schon mal nicht.
Die Kristalle sind spitz zulaufend, dreiseitig, grob und mit diesen Querstreifen. Leider sind die xx zu klein, um sie zu fotografieren.
Nach den Kristallformen vom Goldschmidt kommt dieser Habitus nicht vor, allerdings gibt es in seinem Atlas nur eine Zeichnung. Vielleicht sind es ja auch die pseudooktaedrischen xx. Dennoch bleibt dann trotzdem die Frage, was die länglichen sind. Von der Farbe her sind sie dem Arsenopyrit ähnlich.
Gruß
slugslayer
giantcrystal:
Probier es mal hier, da sind etliche Bilder von Stromeyeriten von Vrancice
http://www.mineralatlas.com/mineral%20photos/S/stromeyeritecp.htm
Glück Auf
Thomas
P.S. Heute abend kommt Chris zu mir und ich werde ihm mal eine Steige mit Sulfiden für Dich mitgeben
Philip Blümner:
Danke! Dann scheint's das schon zu sein!
oro:
Stromeyerit war um 1990 am Alexanderschacht von Vrancice relativ häufig zu finden. Auch größere Stücke waren keine Seltenheiten und konnten günstig auf tschechischen Börsen gekauft werden. Ich sammelte damals mehrere Male auf der (damals noch existierenden) Halde und konnte neben guten Polybasiten und Pyrargyriten auch gute Stromeyerite bergen. Ein Bekannter aus Salzburg analysierte sie und selte fest daß fast alle Pseudomorphosen nach div.Kupfersulfiden sind. Meistens ist die Hülle Kupferglanz und im Inneren noch Stromeyerit.
Die Halde wurde etwa 1995 abgetragen und begrünt. Die Gebäude wurden geschliffen und heute erinnert nur mehr ein Lüftungsrohr mitten im Wald an diesen ergiebigen Fundort.
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