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Lapis kontra Internet

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berthold:
Hallo zusammen,
ebern im neuen Lapis (2/2007, Seite 4) gelesen:


--- Zitat ---Warum feige versteckt?
... Die - sehr arbeitsintensive - redaktionelle Bearbeitung ist und äußerst wichtig und sie ist auch der große Unterschied zu manch einer Internetplattform, in der oftmals - zumeist anonyme - Informationen in beschämender Sprach- und Bildqualität ihre Durftmarken setzen. Nicht selten sonnen sie sich im Glanz dessen, was andere erarbeitet haben; sehr oft werden hier auch Urheberrechte bewußt oder unbewußt verletzt, und Quellangaben sucht man häufig vergeblich. Dafür finden sich ellenlagen Diskussionen - mehr oder weniger kompetent - aber fast immer feige versteckt hinter einem Tarnnamen. So lassebn sich Foren füllen - selten wirklich fundiert und oft scheinbar in erster Linie dazu dienend, die übertriebene Eitelkeit mancher Verfasser zu befriedigen. Die neue Kleinbürgerlichkeit des Internet-Zeitalters. ...
Christian Weise und Ihr Lapis-Team.
--- Ende Zitat ---

Lieber Herr Weise und diejenigen, die sich feige hinter "Ihr Lapis-Team" verstecken,

aus Ihren Zeilen spricht Neid und Existenzangst, ein verbaler Rundumschlag wird an der Situation nichts ändern. Hochkarätige Wissenschaftler, engagierte Sammler und Autoren (ja, auch Lapis Autoren ...) diffamieren Sie hier pauschal als "feige" und werfen uns "übertiebene Eitelkeit" und "sonnen im Glanz dessen, was andere erarbeitet haben", "sehr häufig Urheberrechtsverletzung, bewußt oder unbewußt" vor. Internet-Plattformen wie www.mineralienatlas.de, www.mindat.org oder www.strahlen.org haben in den letzten Jahren das geschafft, was Lapis und Aufschluss nicht bieten können oder wollen: Ein freies, kostenloses und enorm umfangreiches Portal für alle, die Info's zu Mineralien, Fossilien und Geologie suchen. Tausende von Mintgliedern und x-mal mehr Leser täglich...   

Berthold Weber
(der sich überlegt, eine Zeitschrift abzubestellen, die ihn diffamiert)

raritätenjäger:
Mannomann!

So ein ganz, ganz klitzekleines Bisschen kann ich die Leutchen schon verstehen. Es gibt ne Menge Internetforen, wo das beschriebene Szenario Gang und Gäbe ist. Aber der Lapis-Kommentar zeugt davon, dass man in ein Forum wie den Mineralienatlas nicht einen Blick geworfen hat. Und ganz nebenbei, das Sonnen im Lichte anderer, die Geheimniskrämerei und andere Untugenden, die viele Mineraliensammler heute leider auszeichnen, dürften auch gewissen Autoren und Mitarbeitern von gewissen Fachzeitschriften und Vereinen hier in Deutschland nicht ganz fremd sein. Sicher kann man mit dem ein oder anderen Posting in einem Forum mal nicht einer Meinung sein, aber so ein platter Rundumschlag - meiner Meinung nach ein Armutszeugnis für den Lapis! Die sollen doch bitteschön froh sein: durch die Foren kommt doch erst Leben in die Bude; diese Interaktivität, den gegenseitigen Kontakt und das Weiterhelfen, das bekommst du doch mit einem Fachmagazin gar nicht hin. Außerdem - das ist doch kein Konkurrenzkampf! Vielleicht bin ich zu naiv, vielleicht gehe ich nicht mit der Zeit (Wahnsinn, ich bin 21 und höre mich an wie ein alter Mann, der guten Zeiten nachtrauert), aber Mineraliensammeln sollte doch ein Netzwerk sein, das von Kooperation liegt. Manchmal glaub ich, ein bisschen weniger Selbstbeweihräucherung und ein bisschen mehr Miteinander könnte nicht schaden!

Glückauf
Andreas

giantcrystal:
Man sollte die Lapisredaktion einmal in aller Freundlichkeit und Höflichkeit fragen, woher denn zum Beispiel die Infos zum Beispiel für den monatlichen Lapis - Steckbrief kommen. Nur aus der Literatur...oder am Ende gar auch aus dem verruffenen www...?

Schade, so ein Statement sollte eigentlich nemand nötig haben...

Glück Auf

Thomas

schleifer:
Hallo
Es ist schon traurig mit welchen Aussagen eine angesehene Mineralzeitschrift um ihre Leser buhlt. Wahrscheinlich sucht man Schuldige, die für eine Stagnation oder Rückgang der Leserzahlen verantwortlich gemacht werden möchte, indem man diesen Unfähigkeit vorwirft.
Ich selbst hatte vor 10 jahren auch diese Zeitschrift abbestellt, da durch Internetinformationen, welche schneller, besser und AKTUELLER sind, mir eine bessere Plattform geboten wird.
Historische Fundstellen, oder solche die just beim Erscheinen nicht mehr zugänglich sind, verfehlen meines Erachtens das Ziel die Leser mit Information zu versorgen. Wenn ich nur schöne Bilder sehen möchte, dannn kaufe ich mir ein Bilderbuch, denn wem von uns ist es dann möglich weltweit diese Fundstellen anzufahren bzw. anzufliegen.

Robert ( liebe Lapis, so heiße ich auch, das ist kein Pseudonym)

Philip Blümner:
Die Lapis wundert sich, dass die Leserzahlen zurückgeht? Wundert mich nicht...Achat, Achat, Achat.

Internetplattformen sind im Gegensatz zur Lapis einfach aktueller, schneller, meist günstiger, schneller korrigierbar, internationaler, und werbefreier. Ach da fiele mir noch jede Menge ein. 

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