Hallo,
So ein ganz, ganz klitzekleines Bisschen kann ich die Leutchen schon verstehen.
Ich nicht!
(geht natürlich nicht gegen Dich, Andreas

)
Ich verstehe nicht, wie die Leute auf diesen "Konkurrenztrip" kommen.
Man beklagt sich ja oft über schwindende Zahlen in den Vereinen und mangelnden Nachwuchs.
Meines Erachtens hat die Attraktivität eines Hobbies auch viel damit zu tun, ob Informationen leicht zugänglich sind.
Man kann zu seinen Fossilien, Mineralien, Schmetterlingen oder was immer nun mal nur eine Beziehung aufbauen,
wenn man was darüber weiß.
Und da ziehen dann alle an einem Seil.
Es ist ja nicht so, dass der Weise Verlag Brötchen verkauft.
Bei den richtigen Sammlern (und wer sonst kauft Lapis?) ist das doch so:
Wenn ich z.B. eine "Mineralienwelt" mit einem Artikel über die Mineralien im Steinbruch xy besitze und es
erscheint ein Artikel mit gleicher Thematik in der Lapis, hole ich mir die Lapis dann auch.
Die Vielfalt im Angebot führt nicht zu einem Völlegefühl, ich wenigstens kann tatsächlich gar nicht genug kriegen.
Zu dem Angriff auf Internet-Foren:
Ein solches Forum erfüllt einen ganz eigenen Zweck.
Will man bei Lapis etwa eine kostenlose Hotline für eilige Fragen einrichten?
Dass dann in den Foren auch irgendwelche "Poser" auftauchen, lässt sich in einem offenen Gemeinwesen leider nicht mit vertretbaren Aufwand verhindern.
Niemand wird leugnen, dass die Erstellung eines Artikels mit einem erheblichen Aufwand verbunden ist, das wissen auch Leute, die sich ernsthaft um die Bereitstellung von Information im Internet bemühen, seien es Experten oder Laien wie ich.
Ich sitze durchaus manchmal 2-3 Monate an einer einzelnen (!) Seite, im Schnitt 3-4 Stunden täglich, und versuche das Thema auch selbst umfánglich zu erfassen, und d.h. auch dazu gehört auch, dass man seine eigenen Standpunkte hinterfragt und recherchiert. Dass man mir dabei z.B. "bei der Arbeit zusehen" kann, weil das ganze online ist, betrachte ich aus Sicht des Surfers nicht unbedingt als schlecht, solange man auf die Unvollständigkeit hinweist.
Aber ich lasse mir nicht pauschal unterstellen, dass ich schlecht recherchiere oder verantwortungslos irgendwas auf die Seite setze, oder keine Quellen angebe. Da gab es in Lapis schon ganz andere Artikel, wo mir tatsächlich der Hut hochgegangen ist, weil diese einfachsten wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügen (ich bin zwar kein Mineraloge, aber Dr.rer.nat. - da hat man schon gewisse Ansprüche an die Konsistenz der gebotenen Argumente). Was hat da das hochkarätige Beraterteam genutzt?
Der Mineralien/Fossilienatlas ist eine echte Bereicherung und hat bestimmt nicht zum Schwund in den Vereinen oder zu eventuell rückläufigen Verkaufszahlen beigetragen. Man erkennt deutlich, dass man einen hohen Anspruch verfolgt. Es stört überhaupt nicht, dass es "work in progress" ist.
Säuerlich
Amir