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Sagenit nach Ilmenit?

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raritätenjäger:
War es nicht so, dass an den Ilmenitpseudomorphosen vom Bellerberg teilweise auch Narsarsukit beteiligt war oder hat sich das mittlerweile als Irrtum erwisen?

Glückauf
Andreas

Günter Blaß:
Hallo Andreas,

Es gab nur eine Stufe (sammlung Schäfer) welche von Hentschel als Narsasukit beschrieben wurde. Eine Nachuntersuchung dieser Stufe konnte den Narsarsukit jedoch nicht eindeutig bestätigen. Es gibt jedoch vom Bellerberg und anderen FOs der Eifel Pseudomorphosen von Lorenzenit nach Hämatit/Ilmenit? (Lorenzenit ist wie der Narsarsukit ein Na-Ti-Silikat)

 Hier ein weiterer Auszug aus unserer CD:
Narsarsukit
Als Einzelfund in einem silikatischen Einschluss aus den Schlacken des Bellerberges  wird das seltene, bisher nur aus wenigen Pegmatit-Vorkommen bekannte Mineral Narsarsukit beschrieben (342). Es bildet gelbliche Pseudomorphosen nach einem, von der trigonal tafeligen Form her zu vermutenden, ehemaligen Mineral der Hämatit/Ilmenit-Reihe. Diese Pseudomorphosen sitzen in Hohlräumen und werden von Tridymit, Quarz, Pyroxen, Amphibol und Sanidin begleitet. Die XRD-Analyse ergab ein Gemenge von Rutil und Narsarsukit (342).

Es dürfte sehr schwierig sein, diese Narsarsukit Pseudomorphosen von den gleich aussehenden Pseudomorphosen von Rutil nach Hämatit/Ilmenit zu unterscheiden. Allerdings haben sich solche Bildungen bei allen nachfolgend untersuchten Proben vom Bellerberg und anderen Eifelfundstellen, als Pseudomorphosen von Rutil nach Hämatit/Ilmenit erwiesen.

Weitere Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit den Pseudomorphosen von Lorenzenit nach Hämatit/Ilmenit (Lorenzenit weist fast identische chemische Zusammensetzung auf wie Narsarsukit) sowie Pseudomorphosen von Ti-haltigem Ägirin nach Hämatit/Ilmenit. Sie können fast identische Färbung und Ausbildung zeigen (415).

MfG und GA
Günter Blaß

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