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Autor Thema: Equipment für zu Hause?  (Gelesen 3624 mal)

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Offline crazypreciousstone

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Equipment für zu Hause?
« am: 25 Feb 07, 13:36 »
Hallo,

dieses Jahr möchte ich mich sehr intensiv mit der Mineraliensuche beschäftigen....
Nun mal meine Frage:

Welche Ausrüstung habt Ihr zu Hause zur Mineralienbestimmung?

Ich selbst besitze leider nur ein Set zur Härtebsetimmung und eine Strichtafel  :( - und natürlich einige Bücher! Das ist natürlich nicht sehr viel und mich würde interessieren, welche Möglichkeiten man sonst noch zu Hause hat!

Liebe Grüße und GA

Ina







Offline michaelh

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Re: Equipment für zu Hause?
« Antwort #1 am: 25 Feb 07, 13:43 »
Hallo Ina,
die Grundausstattung hast du schon!
10%ige Salzsäure kann auch nicht schaden.
Für schwierige Fälle wäre eine gute Fotocam noch gut, damit du gute Bilder zur Bestimmung ins Forum stellen kannst ;)

Gruß

Michael

Offline aca

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Re: Equipment für zu Hause?
« Antwort #2 am: 26 Feb 07, 22:37 »
Hallo Ina,

eine kleine starke Lupe (die kleinen schwarzen Teile zum "Wegklappen", 10x oder mehr)
ist sehr nützlich, auch im Gelände.
Muss nix vergoldetes sein, gibt's auch billig auf dem Flohmarkt.

Hat noch einen anderen Vorteil: wenn man so einem Teil im Steinbruch rumrennt,
denkt gleich jeder, man ist voll der Spezi - da kommt der dickste Hammer nicht mit  ;D 

Gruss
Amir


 

Offline crazypreciousstone

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Re: Equipment für zu Hause?
« Antwort #3 am: 27 Feb 07, 08:57 »
Hallo,

vielen lieben Dank für Eure Antworten....

Die Lupe hab ich mir schon besorgt...

Und der Fotoapparat wird wohl bis zum Geburtstag warten müssen   :(!

Aber immerhin kann ich jetzt auch auf schlau machen  ;D

Liebe Grüße

Ina

Offline caliastos

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Re: Equipment für zu Hause?
« Antwort #4 am: 27 Feb 07, 11:28 »
also auch wenn es vllt. komisch klingt:

zum suchen noch hammer, meißel, rucksack, ordentliche kleidung + schuhwerk und ein wenig background zur mineralgenese. es macht nicht unbedingt sinn verzweifelt ein mineral zu suchen, wo es nicht vorkommen kann.

zum bestimmen vllt. noch nen magneten

Offline crazypreciousstone

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Re: Equipment für zu Hause?
« Antwort #5 am: 27 Feb 07, 11:32 »
Hallo Caliostos,

kannst Du mir evtl. ein Buch zur Mineralgenese empfehlen? Ich habe Bücher zur reinen Bestimmung!

Danke und liebe Grüße

Ina

Offline heli

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Re: Equipment für zu Hause?
« Antwort #6 am: 27 Feb 07, 14:07 »
Hallo,

da liegt offensichtlich ein Missverständnis vor.
Bücher "zur Mineraliengenese" in gleicher Art wie Bücher zur Mineralienbestimmung gibt es meines Wissens nach nicht.

In Büchern zur Mineralienbestimmung findet sich oft eine Zusatzinfo über Begleitmineralien. Detailinfos über Paragenesen finden sich insbesondere in der Literatur zu einzelnen Fundstellen.

Am besten ist es immer noch, wenn man in Begleitung eines Kenners der lokalen Situation sammeln geht. Auch als langjähriger Sammler fehlt einem an nicht bekannten Fundstellen meistens der "richtige Blick".

Heli     


Offline crazypreciousstone

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Re: Equipment für zu Hause?
« Antwort #7 am: 27 Feb 07, 16:27 »
Hallo,

okay, vielen Dank!

da habe ich wohl was "Mistverstanden"  ;D

Liebe Grüße

Ina

Offline aca

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Re: Equipment für zu Hause?
« Antwort #8 am: 27 Feb 07, 19:55 »
Hallo,

ha! Meine Bücher sind mein Steinbruch ;D oder sollte ich sagen:  :'(

Also, obwohl das jetzt ziemlich von der Ausgangsfrage abdriftet:


Es stimmt, Bücher zur Mineralbestimmung bringen einen im Gelände nicht sehr weit,
wichtiger ist es, die Gesteine und allgemeine Geologie ein wenig zu kennen.
Es gibt ein sehr gutes Buch (erstaunlicherweise auf deutsch)

 Gregor Markl
 Minerale und Gesteine - Eigenschaften - Bildung - Entstehung
 Elsevier, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2004
 ISBN 3-8274-1495-4

Die meisten deutschen Fachbücher sind für Lektoren geschrieben.
Dieses Buch nicht, hier hat man mal an den Leser gedacht.

Das Buch fängt fast bei Adam und Eva an und kommt trotzdem ziemlich weit.
Es ist für einen Sammelanfänger dennoch sehr starker Tobak.

 
Soweit ich weiss, gibt es zum Thema Gesteine und Mineralgenese keine vernünftigen
Bücher, die sich wirklich an Sammler richten. Manche versuchen es, aber...
Es gibt z.B. Bücher zur Geologie Deutschlands oder zum Vulkanismus,
die eigentlich sehr um eine anschauliche Darstellung bemüht sind, in denen die Sprache
aber dennoch immer wieder ohne Not ins Fachchinesische abgleitet.
Es nütz halt nix, wenn man Goethe zitiert und dann unter dem ersten Bild
"poikiloblastisch-katathermaler Blubb, frisch abgehangen" steht
(einen poikiloblastisch-katathermalen Blubb gibt es natürlich nicht) .

Aber vielleicht gehörst Du ja zu den Leuten, die es "wirklich wissen" wollen.
Das ist dann furchtbar anstrengend, aber man erweitert seinen Horizont
und plötzlich - komisch... - steht auch in den Bestimmungsbüchern
mehr drin als vorher   ;)
Mir wenigstens ging es so. Inklusive Kopfschmerzen.
Ist wie bei den Muckis: wenn man nichts spürt, wächst auch nix.

Ich weiss nicht, wie es mit Deinem Englisch ist, aber es empfiehlt sich
mal ein gelegentlicher Blick in amerikanische Geologie-Bücher.
Sind fast alle schön bunt und anschaulich.
(Weil jetzt gleich alle rumblöken - natürlich steht z.B. im "Neef" oder "Matthes" viel - oder viel mehr - drin.
Das Problem ist, daß die Bücher voraussetzen, dass man die Fachsprache bereits verinnerlicht hat. )


Ein Buch, dass sich wirklich nur mit dem Suchen von Mineralien und Edelsteinen beschäftigt ist:

 John Sinkankas
 Field Collecting Gemstones and Minerals
 Geoscience Press, Tucson, 1988
 ISBN 0-945005-00-8

Ein Klassiker, natürlich auf englisch. Der Autor ist leider vor ein paar Jahren gestorben, meines Wissens gibt es keine Neuauflage.
Hier findet man Tips zum Suchen und zum Bergen von Mineralien und zum Gebrauch von Werkzeug.
Inklusive kleine Gesteinskunde.
Da gibt's dann z.B. Bilder von Landschaften und es wird erklärt, warum es hier witzlos ist, zu suchen,
und woanders lohnend.


Noch was richtig "mineralogisches", ist aber schon eher "Hardcore", für Studenten eben:

Hans-Rudolph Wenk, Andrei Bulakh
Minerals - Their Constitution and Origin
Cambridge University Press, Cambridge, 2003
ISBN 0-521-52958-1

Vorteil dieses Buches: die Mineraliengruppen werden nicht "systematisch" (Dana, Strunz) runtergenudelt,
sondern im geologischen Kontext vorgestellt.
Wenn man was zu Feldspäten lernt, redet man gleich auch über Granit und magmatische Differenzierung.
Und Pyroxene bleiben immer langweilig, wenn man nur Bestimmungsbücher hat.
Leider auch nur in englisch. Und, wie gesagt, für Studenten der Mineralogie.


Noch ein Tip

Das Coolste, was man machen kann, ist mit einem Strahler in den Bergen auf Tour zu gehen.
Es gibt ja z.B. Strahler in der Schweiz, die Gruppen-Touren anbieten.
Andre Gorsatt z.B. im Binntal. Das ist mit mehreren ziemlich lustig, "learning by doing".
Ausserdem ist man in der Natur.
Ich finde preislich geht es auch, wenn man das mal mit der üblichen Italienreise vergleicht.

Gruß
Amir


 

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