Hallo,
für eine Auster halte ich diese Muschel auch. Ob Pycnodonta vesicularis auch in jüngeren Schichten vorkommt, weiß ich nicht. Austern sind eine recht erfolgreiche Muschelgruppe, die in mesozoischen und känozoischen Schichten (und in der Gegenwart) regelrechte Riffe bilden können.
Die komischen "Löcher" in der Schale müssen aber nicht unbedingt Fraßspuren sein. Es gibt Schalen, die mehrschichtig sind und u. a. auch solche "Bläschen-Schichten" aufweisen und wenn das keine übliche Struktur ist, kommt immer noch ein besonderer Erhaltungszustand in Frage. In der Rügener Schreibkreide kommt Pycnodonta vesicularis tatsächlich häufiger vor, aber für einen Erstfund ist das auf jeden Fall (egal, ob es sich um Pycnodonta vesicularis oder um eine andere Auster handelt) ein schönes Stück.
Mit freundlichen Grüßen
Bryozoenfreund