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Autor Thema: Schwarzer Chrysokoll  (Gelesen 3046 mal)

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Offline Klinoklas

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Schwarzer Chrysokoll
« am: 18 Mar 07, 14:26 »
Ich habe in meiner Sammlung eine Atacamitstufe aus der La Farola Mine in Chile.
Beim Kauf waren leuchtend grüne Atacamitkristalle auf hellblauem Chrysokoll zusehen.

Jetzt ist nur noch der Atacamit zusehen und der hebt sich aufgrund seiner dunklen Farbe
kaum noch von dem Untergrund ab.

Was ist da passiert?

Der Chrysokoll ist schwarz geworden.

Kann mir jemand sagen woran das liegt und ob ich es rückgängig machen kann?

Bei einer Chrysokollstufe von der Insel Elba ist das auch passiert. Bei den Chrysokollen aus
Inca de Oro Chile und Arizona USA hat sich nichts verändert

Gruß
René

Offline giantcrystal

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Re: Schwarzer Chrysokoll
« Antwort #1 am: 18 Mar 07, 14:57 »
Schade um den schönen Farbkontrast  :(

Was passiertt ist, ist ohne Analyse kaum festzustellen. ich könnte mir aber vorstellen, das sich ...aus welchen Gründen auch immer - auf dem Chryokoll Kupferoxid (Tenorit) gebildet hat und der ist schwarz.

Glück Auf

Thomas


Offline Klinoklas

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Re: Schwarzer Chrysokoll
« Antwort #2 am: 18 Mar 07, 15:04 »
Hallo Thomas

Ja es ist wirklich schade. Die Stufe war eine Augenweide ;-)
Auf der unteren Seite also die Seite die im Kästchen nach unten lag ist
der Chrysokoll erhalten. Da waren aber keine Atacamitkristalle ;-( ?!

Ich habe damals nicht wenig dafür bezahlt deswegen wurmt mich das jetzt.

Das mit dem Tenorit könnte sein.

Gruß
René

Offline Philip Blümner

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Re: Schwarzer Chrysokoll
« Antwort #3 am: 18 Mar 07, 15:29 »
Entweder Tenorit oder irgendwelche Fe-Oxide. Manche Malachite und Chrysokolle von Shaba/DR Kongo sind durch Fe-Oxide schwarz überzogen. Wie schnell das von statten geht, kann ich nicht beantworten. Nur mal als Vergleich.

Offline Klinoklas

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Re: Schwarzer Chrysokoll
« Antwort #4 am: 18 Mar 07, 15:45 »
Hallo slugslayer

Achja hatte ich vergessen. Bei einer Chrysokoll / Cornetitstufe aus dem Kongo
ist dasselbe passiert. Der Cornetit hat sich nicht verändert nur der Chrysokoll ist
schwarz geworden.

Dasselbe auch bei einer Azurit / Malachitstufe aus der Morenci Mine.

Ganz schön instabil !

Ist das denn nur bei mir so oder warum findet man im Internet so gut wie nichts darüber?
Andere Sammler haben doch bestimmt auch Stufen von diesen Fundorten.

Gruß
René

Offline giantcrystal

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Re: Schwarzer Chrysokoll
« Antwort #5 am: 18 Mar 07, 16:11 »
Es könnte an der besonders oxydierenden Raumatmosphäre bei Euch liegen...

Kein Scherz : wenn so etwas bei gleich mehreren an sich stabilen Mineralstufen passiert, so sollte man einmal überlegen, wodurch das passiert. Gibt es da vielleicht andere  Mineralien in der Nähe, die die Raumluft - oder zumindestens die Luft in der Nähe der Mineralstufen - beeinflussen ? Werden irgendwelche aggressiven Haushaltsreiniger (Chlorate, Bleichstoffe etc.) oder ozonreiche Verbindungen verwendet (Kopierer ?)  Gibt es andere Auffälligkeiten ?

Ich habe zum Beispiel mal ein Glas Oxalsäure über längere Zeit in einer Abstellkammer offen herumstehen lassen. Nach einigen Wochen war die Oxalsäure verdunstet und alle Eisenteile (Zangen, mein Boschbohrer etc.) zeigten flächendeckenden Rost...

Ohne sich jetzt verrückt zu machen, der Sache sollte man schon einmal auf den Grund gehen

Glück Auf

Thomas

Offline Klinoklas

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Re: Schwarzer Chrysokoll
« Antwort #6 am: 18 Mar 07, 16:25 »
Hallo Thomas

Alo das mit den Reinigern kann ich ausschließen.
Weit und breit keine zu sehen ;-)

Ich reinige meine Mineralstufen  1 mal im Jahr mit Pinsel und
Pusten und das obwohl sie eigentlich staubdicht und dunkel in Schubladen
untergebracht sind.

In Betracht kämen evntl. andere Mineralien. Aber was genau suchen wir?

Die Chrysokollstufen wurden alle an unterschiedlichen Orten aufbewahrt
und haben trotzdem die selbe Veränderung durchgemacht.

Alle anderen Mineralien haben sich nicht verändert.

Gruß
René

 

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