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Autor Thema: Eisenerze Rennofen Magnetische Steine  (Gelesen 11268 mal)

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Offline Kelte

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Eisenerze Rennofen Magnetische Steine
« am: 22 Mar 07, 19:20 »
Hallo,
für ein Rennofenprojekt habe ich Eisenerze aus dem hiesigen Raum aufgesammelt.

Denke das man für einen Rennofen sehr Eisenhaltiges Erz braucht.

Würde hier gerne mal die aufgesammelten Erze vorstellen und eure Meinung hören.

Für den Anfang mal zwei Erze:

a) zwei schwarze glatte Steine, kleine Büroklammern ziehen sie an, Strom leiten sie auch, der eine färbt das Schleifwasser rot der andere schwarzbraun, einer hat sogar eine Struktur im Schleifbild, sind sehr   mit der Reißnadel lassen sie sich grad so ritzen.
Dachte zuerst an Meteorit, fand dann aber noch andere gangerze an der stelle alles bunt gemischt von rot über braun bis schwarz.
Ist wohl ein Übergang zwischen Hämatitt, Blutstein, Glaskopf und Magnetit.
Fundort nähe Oberneisen ( diez/limburg/lahn )

b) aus dem Babarastollen, Grube Zollhaus zwischen Mudershausen und Allendorf bei Katzenelnbogen.
    Eine Eisendruse ausgekleidet mit verschiedenartigen, schwarze u. gelbe minikristallen.
     Und eine Ansammlung von gelben Pulver auf einer konzentrierten Stelle.
« Letzte Änderung: 25 Apr 16, 09:22 von Stefan »

Offline smoeller

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Re: Eisenerze Rennofen Magnetische Steine
« Antwort #1 am: 22 Mar 07, 19:25 »
Hallo,

Bilder sind leider nicht zu sehen. Dürfte von der Farbe Hämatit und Limonit sein. Limonit wurde früher in der Eisenzeit in Rennöfen verhüttet. Siehe im Lexikon unter Fundstellen-Deutschland-Schleswig-Holstein-Joldelund. Dort habe ich ein solches Eisenverhüttungsgebiet beschrieben.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Kelte

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Re: Eisenerze Rennofen Magnetische Steine
« Antwort #2 am: 22 Mar 07, 20:02 »
Danke für den Link Smoeller.
genau so ein Ofen will ich auch machen. Solche Schlage findet man auch in dem Wald zwischen Hahnstätten u. Katzenelnbogen. Was sind Ortsteinknollen, ist das Raseneisenstein?
« Letzte Änderung: 25 Apr 16, 09:19 von Stefan »

Offline Krizu

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Re: Eisenerze Rennofen Magnetische Steine
« Antwort #3 am: 23 Mar 07, 07:51 »
Hallo,

Schau hier im forum mal unter Rennöfen als Suchbegriff. Und lass, wenn es geht, eine Analyse machen. Hier war mal ein Erz mit 0,4wt% As oder As2O3 in der Diskussion. Das ist bei der Verarbeitung mit den Mengen bestimmt nicht witzig.

MfG

Frank

« Letzte Änderung: 25 Apr 16, 09:21 von Stefan »

Offline Kelte

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Re: Eisenerze Rennofen Magnetische Steine
« Antwort #4 am: 23 Mar 07, 16:34 »
Hallo Krizu,
das hört sich nicht so gesund an mit dem as(203), habe keine Ahnung wer mir da eine Analyse machen kann.

Die Druse mit dem Gelb ist auch nur ein Einzelfund.

Habe da noch eine andere Eisendruse in einem Seitenquerschlag vom Babarastollen ( Grube Zollhaus) gefunden.

In der Druse ist ein bräunliches Ei, das selbe Material ist auch auf der Innenwand der Druse abgelagert.
Könnte es sich, obwohl es nicht rot ist, um Rodochosit handelt?

Danke Erik für das reinstellen der Bilder, versuche es nocheinmal habe die Bilder jetzt woanders hinterlegt

Bei Hahnstätten habe ich einen schönen roten Stein gefunden, denke das ist Roteisenstein, ist das jetzt Hämatitt o. Limonit?
« Letzte Änderung: 25 Apr 16, 09:23 von Stefan »

Offline Conny3

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Re: Eisenerze Rennofen Magnetische Steine
« Antwort #5 am: 23 Mar 07, 17:14 »
Hallo,

das Hahnstättenmaterial wird Jaspis sein. Das "Ei" in der "Druse" (Ostern lässt grüßen! ;D) sheint irgend eine Konkretion zu sein. Was genau, müsste man am Originalstück bestimmen (Kalk?). Rhodochrosit (Manganspat) ist es aber auf keinen Fall. Das müsste dann schon etwas rosa sein (oder zumindest eine schwarze Kruste haben). Weiß auch nicht, ob das in der von Dir genannten Grube vorkommt.

Gruß Conny

Offline Kelte

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Re: Eisenerze Rennofen Magnetische Steine
« Antwort #6 am: 23 Mar 07, 18:36 »
Hallo Conny3,
Kalk kann schon sein der Gang war im Massenkalk eingelagert, Übergang war Graukalk, na dann muß ich mal ein Stückchen vom Ei abkratzen, sieht dann aber nicht mehr so schön aus.

Ein Jaspis in der Größe, das wäre fein, der Stein hatte mit anderen Gangerzen und Kiesel in  Vorzeitlich ausgetrockneten Bachsetimenten gelegen, daher auch so schön glattgeschliffen.
Habe ein kleines Stück abgeschlagen, kann aber keine Quarz- oder Kiesel- strucktur erkennen.

und nun gereinigt mit Salpetersäure60%, die dunklen Streifen scheinen Hämatitt zu sein, ist vieleicht doch Jaspis mit Hämatittbänder.

Wie kann ich sicherstellen das es ein Jaspis ist?


« Letzte Änderung: 25 Apr 16, 09:24 von Stefan »

Offline Doc Diether

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Re: Eisenerze Rennofen Magnetische Steine
« Antwort #7 am: 27 Mar 07, 21:29 »
Halloo Kelte,
wenn es sich um Jaspis handelt, ist es hart, d.h. es ist mit der Nadel nicht zu ritzen. Eisenerze sind in der Regel weich. Die Bilder 1 und 2 scheinen mir geeignet vom Material her für einen Verhüttungsversuch. 3 + 4 nicht. Man muß bedenken, daß die Rennöfen eiegnmtlich nicht das Eisen geschmolzen, sondern gesintert haben: also das Material zusamengehämmert im Schmiedefeuer.
Einigermaßen zufriedenstellende Verhüttung sollte mit einem irgendwie gearteten Gebläse erfolgen, vielleicht so eine Art von Fön. Aber die Hitze muß stimmen!
Auf der Schwäbischen Alb hat man die kugeligen Eisenoolithe im Rennofen verhüttet.
Wünsche viel Glück beim Hochofen!°
Glück Auf!
Doc Diether

 

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