.. zum Thema : Schlackenminerale ja/nein? mache ich hiermit gerne auch nochmal einen neuen Thread auf .. denn darüber streiten sich ja auch heute noch die Gelehrten bzw. Mineralogen..
.. ich gebe nur mal zu bedenken (frei Schnauze, d.h. ad hoc von mir jetzt aus dem Bauch heraus geschrieben ..

) .. bitte um Nachsicht, sollte ich jetzt bei meinen Überlegungen bzw. beim Darstellen der historischen Fakten einen evtl. Denkfehler begangen haben.. ich denke aber nicht ..

1. Bsp.: Wieso entsteht der Gips in Stollen? Inwieweit könnte hier der menschliche Einfluss durch das Anlegen von Luftlöchern (wegen Gasentwicklung) dazu beigetragen haben?
2. Bsp.: Jahrhunderte lang haben die Chlorionen des Meerwassers mit den Kationen der Schlackenreste aus den Erzverhüttungsprozessen der alten Griechen reagiert, als diese damals im größten europäischen Bergbaugebiet der Antike (Lavrion), die Rückstände ins Meerwasser kippten .. daraus entstanden unter anderem die bekannten Silber-Blei-Chloride wie Laurionit, Matildit, etc.. Sind das nun Mineralien - ja oder nein?
Zu 2. stehe ich auf dem Standpunkt, dass die Entstehungsprodukte daraus wie z.B. Laurionit, Paralaurionit, etc. Minerale sind, weil der Einfluss des Meerwassers (geologisch/chemische Einflüsse) viel länger angedauert hat als der anthropogene Einfluss (also zu deutsch der des Menschen) bei der Gewinnung der Erze!
Auch zu 1. ist der anthropogene Einfluss viel zu gering um ein Verneinen des Mineral-Status von Gips anzuzweifeln! ...
... ergo ..Ich würde die Grenze bei der Dauer des anthropogenen Einflusses auf die Entstehung des jeweils umstrittenen Produkts ziehen. Die Wissenschaftler müssten also schon durch entsprechende pauschale Größen endlich mal festlegen, ab wann die Definition Mineral gerade noch zutrifft und ab wann nicht mehr..
..und das geschieht bislang eben nicht .. daher die Streiterei ..
..so würde ich diese Thematik betrachten bzw. angehen..

Gruß Peter