Hi Peter,
wenn es eine "alte" Bezeichnung ist, hier eine "alte" Definition aus Meyers Konversationslexikon von 1888:
Rotkupfererz (Cuprit), Mineral aus der Ordnung der Anhydride, bildet reguläre, meist aufgewachsene, zu Drusen oder Gruppen vereinigte Kristalle, findet sich auch derb und eingesprengt, in körnigen bis dichten sowie in netzartig gruppierten, haarförmigen Aggregaten (Kupferblüte, Chalkotrichit). Es ist rot, zuweilen in Bleigrau spielend, nur in sehr dünnen Partien durchscheinend, mit halbmetallischem Diamantglanz, Härte 3,5-4, spez. Gew. 5,7-6, besteht aus Kupferoxydul Cu2O ^[Cu2O] mit 88,8 Proz. Kupfer.
Die häufige Umwandlung zu Kupfercarbonat (Malachit) zeigt sich durch eine grüne Färbung der Kristalle, während umgekehrt das R. bisweilen als eine Oxydationshaut des gediegenen Kupfers (so auch als Überzug antiker Kupfermünzen) vorkommt. Ziegelerze sind innige Gemenge von Brauneisenstein mit R., wie sie durch Zersetzung von Kupferkiesen entstehen. R. findet sich besonders bei Kamsdorf in Thüringen, Siegen in Westfalen, Rheinbreitbach in Rheinpreußen, Chessy bei Lyon, in Ungarn, Cornwall, im Ural, in Chile, Peru. An einigen dieser Orte, namentlich in den transatlantischen Ländern, tritt das Mineral in solchen bedeutenden Mengen auf, daß es ein wichtiges Kupfererz bildet.
Gruß Norbert