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Tracht-abhängige Gitterkonstanten beim Fluorit ?

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berthold:
Hallo,

auf der Seite http://geomuseum.tu-clausthal.de/minerale.php?section=21300&level=10&name=Fluorit&details=on

--- Zitat ---Mit der Än­derung des Habitus ändern sich auch die Abstände zwischen den Ionenzentren der Ele­mentarzellen von 0,3 nm beim Oktaeder, kleiner 0,3 nm beim Würfel und Rhombendodekaeder, geringfügig über 0,1 nm beim Ikositetraeder und kleiner 0,1 nm beim Hexoktaeder.
--- Ende Zitat ---

Abgesehen davon, dass hier vermutlich Tracht und Habitus verwechselt wurde  ;) habe ich von einem solchen Zusammenhang noch nie etwas gehört. Ist da etwas dran - und was ist mit  Abstände zwischen den Ionenzentren der Ele­mentarzellen  gemeint ?

Gruß
Berthold

berthold:
Hallo,

da steht auch:


--- Zitat ---Der Schmelzpunkt reiner, farbloser Fluß­späte liegt bei 1392°C, bei farbigen hingegen schwankt er, so z. B. schmilzt der rosa­farbene Fluorit schon bei 1270°C
--- Ende Zitat ---

Das halte ich eher für möglich, auch wenn mir über 120° Unterschied schon sehr viel erscheinen. Dazu - und zu der "Tracht-abhängigen Gitterkonstante" suche ich immer noch Hinweise und Meinungen.

Gruß
Berthold

Krizu:
Hallo,

hatten wir das nicht schon einmal?
Die Gitterkonstante ist fix, gegeben durch die Ionengrößen usw...
Die ist zwar temperaturabhängig aber 0.1nm ist ein Hammer. Damit würdest du die Dichte des Materials, gegeben als Dichte =V/m mit  V=a*bxc durch m=Z*molmasse.

zum Thema Schmelzpunkt:
Ich biete 1417°C bis 1422°C für den reinen CaF2. Ich dann Dir mal eine Liste der mir vorliegenden Phasendiagramme schicken, so eine Schmelzpunkterniedriegung finde ich hier auf Anhieb nicht, auch nicht für Sachen wie LiF.

Mfg

Frank

berthold:
Hallo Frank,

ja, ich habe das mit der Röntgendichte eben mal durchgerechnet. Also wenn ich davon ausgehe, dass tatsächlich um 0,1nm abweichende Abstände der Ioen vorhanden sind, summiert sich ja das über die Struktur zu einem höheren Wert für die Gitterkonstante auf. Und dann steht da nochwas von 0,3 nm.  :o

Ich habe die Dichte mit Kantenläng der Elementarzelle 5,76 (statt 5,46) für CaF2 gerechnet. Da hätte dann der Fluorit nur noch Dx von 2,71 (statt 3.19). Das kann nicht sein.

Besteht nicht ein Zusammenhang zwischen Ionenabständen und Schmelztemperatur?

Gruß
Berthold

Krizu:
Hallo,

ja es besteht innerhalb einer "Kristallreihe" ein grober Zusammenhang über die Madelung-Konstante
http://de.wikipedia.org/wiki/Madelungkonstante

MfG

Frank

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