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Autor Thema: Tracht-abhängige Gitterkonstanten beim Fluorit ?  (Gelesen 4710 mal)

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Offline berthold

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Hallo,

auf der Seite http://geomuseum.tu-clausthal.de/minerale.php?section=21300&level=10&name=Fluorit&details=on
Zitat
Mit der Än­derung des Habitus ändern sich auch die Abstände zwischen den Ionenzentren der Ele­mentarzellen von 0,3 nm beim Oktaeder, kleiner 0,3 nm beim Würfel und Rhombendodekaeder, geringfügig über 0,1 nm beim Ikositetraeder und kleiner 0,1 nm beim Hexoktaeder.

Abgesehen davon, dass hier vermutlich Tracht und Habitus verwechselt wurde  ;) habe ich von einem solchen Zusammenhang noch nie etwas gehört. Ist da etwas dran - und was ist mit  Abstände zwischen den Ionenzentren der Ele­mentarzellen  gemeint ?

Gruß
Berthold

Offline berthold

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Re: Tracht-abhängige Gitterkonstanten beim Fluorit ?
« Antwort #1 am: 18 Apr 07, 08:59 »
Hallo,

da steht auch:

Zitat
Der Schmelzpunkt reiner, farbloser Fluß­späte liegt bei 1392°C, bei farbigen hingegen schwankt er, so z. B. schmilzt der rosa­farbene Fluorit schon bei 1270°C

Das halte ich eher für möglich, auch wenn mir über 120° Unterschied schon sehr viel erscheinen. Dazu - und zu der "Tracht-abhängigen Gitterkonstante" suche ich immer noch Hinweise und Meinungen.

Gruß
Berthold

Offline Krizu

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Re: Tracht-abhängige Gitterkonstanten beim Fluorit ?
« Antwort #2 am: 18 Apr 07, 09:12 »
Hallo,

hatten wir das nicht schon einmal?
Die Gitterkonstante ist fix, gegeben durch die Ionengrößen usw...
Die ist zwar temperaturabhängig aber 0.1nm ist ein Hammer. Damit würdest du die Dichte des Materials, gegeben als Dichte =V/m mit  V=a*bxc durch m=Z*molmasse.

zum Thema Schmelzpunkt:
Ich biete 1417°C bis 1422°C für den reinen CaF2. Ich dann Dir mal eine Liste der mir vorliegenden Phasendiagramme schicken, so eine Schmelzpunkterniedriegung finde ich hier auf Anhieb nicht, auch nicht für Sachen wie LiF.

Mfg

Frank

Offline berthold

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Re: Tracht-abhängige Gitterkonstanten beim Fluorit ?
« Antwort #3 am: 18 Apr 07, 10:06 »
Hallo Frank,

ja, ich habe das mit der Röntgendichte eben mal durchgerechnet. Also wenn ich davon ausgehe, dass tatsächlich um 0,1nm abweichende Abstände der Ioen vorhanden sind, summiert sich ja das über die Struktur zu einem höheren Wert für die Gitterkonstante auf. Und dann steht da nochwas von 0,3 nm.  :o

Ich habe die Dichte mit Kantenläng der Elementarzelle 5,76 (statt 5,46) für CaF2 gerechnet. Da hätte dann der Fluorit nur noch Dx von 2,71 (statt 3.19). Das kann nicht sein.

Besteht nicht ein Zusammenhang zwischen Ionenabständen und Schmelztemperatur?

Gruß
Berthold

Offline Krizu

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Re: Tracht-abhängige Gitterkonstanten beim Fluorit ?
« Antwort #4 am: 18 Apr 07, 11:10 »
Hallo,

ja es besteht innerhalb einer "Kristallreihe" ein grober Zusammenhang über die Madelung-Konstante
http://de.wikipedia.org/wiki/Madelungkonstante

MfG

Frank

Offline Krizu

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Re: Tracht-abhängige Gitterkonstanten beim Fluorit ?
« Antwort #5 am: 18 Apr 07, 16:21 »
Hallo Frank,

ja, ich habe das mit der Röntgendichte eben mal durchgerechnet. Also wenn ich davon ausgehe, dass tatsächlich um 0,1nm abweichende Abstände der Ioen vorhanden sind, summiert sich ja das über die Struktur zu einem höheren Wert für die Gitterkonstante auf. Und dann steht da nochwas von 0,3 nm.  :o

Ich habe die Dichte mit Kantenläng der Elementarzelle 5,76 (statt 5,46) für CaF2 gerechnet. Da hätte dann der Fluorit nur noch Dx von 2,71 (statt 3.19). Das kann nicht sein.

Hallo,

Du weist aber das 0.3nm = 3 Angstroem sind?  8)  ;)

MfG

Frank

Offline berthold

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Re: Tracht-abhängige Gitterkonstanten beim Fluorit ?
« Antwort #6 am: 18 Apr 07, 16:40 »
Hallo,

ups, richtig, 1 Ångström ist ja 10-10:o Dann ist die Aussage ja kompletter Schwachsinn denn dass die Elementarzelle um diesen (ja im Vergleich zu meiner Rechnung 10-fachen) Betrag je nach Kristalltracht kleiner/größer sein sollte, ähh, das brauch ich wirklich nicht durchrechnen, da würde der Fluorit ja schwimmen oder bleischwer sein...

Jetzt steht das alles aber auf einer TU-Seite.  ???

Gruß
Berthold

Offline Axinit

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Re: Tracht-abhängige Gitterkonstanten beim Fluorit ?
« Antwort #7 am: 18 Apr 07, 17:42 »
Hallo,

Die Gitterkonstanten einer definierten chemischen Verbindung (definiert durch chemische Formel, Gitterkonstanten, Raumgruppe) haengen i. A. und in erster Naeherung nur von der Temperatur und vom Druck ab (Komplikationen wie Besetzungszahlen, den Einfluss elektrischer und/oder magnetischer Felder etc. wollen wir einmal ausser Acht lassen). Dies trifft natuerlich auch auf Minerale zu. Demzufolge besitzt ein Mineral (s.o. Definition), das in verschiedenen Kristallmorphologien auftritt, bei analogen Messbedingungen auch diesselben Gitterkonstanten.

GA

Harald

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Tracht-abhängige Gitterkonstanten beim Fluorit ?
« Antwort #8 am: 18 Apr 07, 19:15 »
Der Satz macht keinen Sinn, selbst wenn die Ca2+-Ca2+-Abstände gemeint sein sollten...

Offline berthold

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Re: Tracht-abhängige Gitterkonstanten beim Fluorit ?
« Antwort #9 am: 25 Apr 07, 10:42 »
Hallo,

ich habe Dr. A. Schuster eine email geschrieben. Er hat geantwortet und bedankt sich für den "berechtigten Hinweis" ;D

Allerdings habe man seit Monaten einen Fehler im System und könne keine Korrekturen durchführen und auch keine neuen Daten einbringen.  :P

Einen Kommentar verkneife ich mir.

Gruß
Berthold


 

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