kann bei Bedarf einpflegt werden :
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Die Blei-Zink-Vererzung am Obernberg fand sich in hydrothermalen Erzgängen des
hellgrauen, leicht marmoritisierten Wettersteinkalkes, der in der Zeit des Mitteltrias
gehört und damit ca. 200 Millionen Jahre alt ist.
Der bergmännische Abbau der Erze wurde früher mit geringem Erfolg betrieben
und endete nach einem weiterem Versuch während des Zweiten Weltkrieges.
Das Obernbergtal zweigt bei Gries am Brenner vom Wipptal ab. Die Halden und Mundlöcher
liegen in ca. 100 m auf der nördlichen Talseite und sind in ca. 20 Min vom Gasthaus Waldesruh
(am Wanderparkplatz dort kostenpflichtig parken) relativ leicht zu erreichen.
Achtung, der Aufstieg zum obersten Teil der Fundstelle, wo inzwischen eine richtige Höhle gemeiselt
wurde, ist sehr steil (wenn auch nicht sehr lange).
Heute sind es vor allem südtiroler und österreichische Sammler die in der nichtalpinen
Sammelzeit Material bewegen auf der Suche nach Flourit-Stufen.
Die Fundstelle bietet für Micromount-Sammler immer noch gute Fundmöglichkeiten.
Mineralienliste:
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Anglesit
Antimonit
Aurichalcit
Azurit
Baryt
Bergkristall
Bindheimit
Bornit
Boulangerit
Bourmonit
Calcit
Cerussit
Cervantit
Chalkopyrit
Chalkosin
Coelestin
Covellin
Cuprit
Flourit
Galenit
Greenockit
Hemimorphit
Hydrozinkit
Jamesonit
Kupfer
Lepidokrokit
Limonit
Malachit
Pyrit
Rosasit
Schwefel
Semseyit
Smithsonit
Sphalerit
Tennantit
Tetraedrit
Valentinit
Vermiculit
Wulfenit
Quellen und Literatur:
G. Schöneborn: Mineralien vom Obernberg am Brenner
R. Exel: Die Mineralien Tirols (Band 2)
L. Fruth: Mineralienfundstellen Tirol-Salzburg (Band 1)
G. Gasser: Die Mineralien Tirols
C. Gramaccioli: Die Mineralien der Alpen
M. Mang: Flourit aus Obernberg (Lapis 6/2004)
Strasser/Hanke: Kleine mineralogische Kostbarkeiten von Obernberg, Tirol