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Unikat: Obsidian?
Obsidian:
Hallo!
Möchte den Kennern noch einen aus meiner Sammlung vom Fachmann nicht eindeutig bestimmten Stein vorstellen.
Ich habe diesen 1997 an einem Ackerrain zu einem Feldweg gefunden (Fundort Asbach/Bad Hersfeld). Wahrscheinlich wurde der Gesteinsbrocken (14 x 8 x 6 cm) von außerhalb hierher transportiert?
Auffällig ist der tiefschwarze Glanz mit äußerem Aussehen eines Feuersteins. Der Stein besteht aus ca. 3 Schichten (bzw. man kann den Stein wenden, so dass, wenn er genau andersherum-also auf dem Kopf liegt auch eine durch Erosion gekennzeichnete Oberfläche wie auf der anderen, gegenüberliegenden Seite aufweist), die unterste nicht glänzende Schicht sieht oberflächlich aus wie eine Teerschicht, weist jedoch nicht deren Vertiefungen auf, sondern ist grob eben. Der Übergang zur von mir angenommenen Obsidianschicht besteht denke ich aus Flint, der undurchsichtig ist und eine in verschiedenen Graustufen geprägte Färbung aufweist. Außerdem sind direkt an der Nahtstelle zum Tiefschwarzglanz leichte bis größere Bläschen zu erkennen, die auch einzeln direkt im Obsidian? als graue Rosen eingeschlossen sind (Detailbild).
Wer weiß aufgrund meiner detaillierten Beschreibung und der Fotos Bescheid, worum es sich hier handeln könnte und welche verschiedenen Gesteine oder Minerale enthalten sind?
Vielen Dank für Eure Antworten!!! :)
silbo:
Hallo
, ist nur so eine Idee von mir
da du schreibst, du hast den Stein auf einem Ackerrain gefunden ---
könnte durch Blitzschlag hervorgerufenes geschmolzenes Sand/ Erd / Gemenge sein-- da Sand bei
hohen Temperaturen zu Glas verschmilzt, könnte es mit anderen Substanzen zusammen ja evtl. zu solchen
merkwürdigen Verbindungen kommen???
Sieht übrigens sehr interessant aus das Stück !!!!
Gruß silbo
smoeller:
Hallo,
Sieht aus wie ein Teil einer vulkanischen Bombe mit Glasanteil. Bad Hersfeld liegt ja zwischen den Vulkangebieten des Vogelsberges und der Rhön. Material aus den dortigen Steinbrüchen diente über Jahrhunderte als Wegschotter. Vermutlich ist das Stück aus dem Vogelsberg.
Glück Auf!
Smoeller
Obsidian:
Danke, das ist auf jeden Fall sehr informativ :). Habe schon gedacht, dass es nicht direkt vom Fundort stammt. Doch was ist mit den hellgrauen Röschen, die sich in dem Glasartigen Gestein erhalten haben, könnte dieser Teil demnach Schneeflocken-Obsidian sein?
Gruß
Ralf:
Ich kann es auf den Fotos nicht eindeutig erkennen, tippe aber mal auf ein Stück Schlacke. Obsidian ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Wenn es natürlichen Ursprungs ist, dann eher Vulkanisches Glas.
Gruß
Ralf
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