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Eiszeitfund?
Diego:
Hi Kalle,
Blamieren kannst Du Dich eigentlich kaum. Entweder die Spezis vom Museum interessiert eine Knochenanhäufung oder halt nicht ;). Selbst wenn es nicht fossil ist. Vielleicht hast Du das Grab eines Germanenfürsten entdeckt, der im Kreise seiner 6 Pferde mit einen Kessel Gold bestattet wurde. Weiß man´s ?
Gruß
Steffen
Grenzton:
Danke schon mal für Eure Hilfe.
Ja, das sieht alles ziemlich ähnlich, was mich nur zweifeln lässt, sind die einfachen Linien des Zahnschmelzes an den Kauflächen meiner Zähnen,
die gehen ohne große Schnörkel einmal ringsum.
Bei Pferd und Rinderähnlichen sind sie viel komplizierter aufgebaut.
Desweiteren irritieren mich die Zahnwurzeln, beim Ecus und auch beim Bos sind die Zähne eher lang und haben ganz unten kurze Wurzeln.
Das ist bei diesen eben nicht so.
Die größte Ähnlichkeit haben die Zähne mit denen vom Rhinozeros.
Einige der Knochenfragmente konnte ich nun auch schon zusammensetzen, es handelt sich um Langknochen, möglicherweise der Läufe, sie weisen einen mittleren Durchmesser von 4-5cm auf.
Wenn es nicht fossil ist, könnte das vielleicht was für die Archäologen sein.
In unserer frühen Vergangenheit war es "Mode" einen Tierschädel und ein Bein mit einem Stück Fell an einem langen Holzpfahl zu befestigen, um fremden Sippen zu zeigen wer hier wohnt.
Da sich die Stelle umweit eines neolithischen Fundplatzes befindet, und ca. 30m von einem Bachlauf entfernt, könnte das schon so sein.
Ich habe nun auch das Amt in Münster angefragt, und bin mal gespannt auf deren Antwort.
Gruß, Kalle
CARCHARIAS:
Moin Gernzton :)
Is mit sicherheit von nem Pferd was sehr alt war.
Deswegen sind auch nur noch die Schmelzkanten übrig und die Wurtzeln so lang.
Kannst mir da vertrauen ich hab früher viel mit meinem Vater in Kiesgruben gesucht.
Gruß Carcharias ;)
Grenzton:
Hallo Leute.
Vielen Dank nochmal für Eure Hilfe!!!
Heute habe ich auch vom Amt eine Einschätzung meiner Funde bekommen, diese möchte ich Euch nicht vorenthalten:
Hallo Herr Stekiel,
vielen Dank für die Fundmeldung! Die Fotos habe ich gestern an einen Kollegen vom Naturkundemuseum weitergeleitet. Heute erhielt ich folgende Antwort:
"...bei den Zähnen und vermutlich auch den Knochen handelt es sich um Reste eines Pferdes. Es überwiegen auf den Fotos Zähne des Unterkiefers, daneben befindet sich ein Oberkiefermolar. Die Zähne sind alle sehr stark abgekaut; das Tier war alt als es starb.
Vermutlich eine Pferdeverlochung zur Seuchenvermeidung oder etwas ähnliches."
Die Scherbe ist nach dem Foto nicht eindeutig zu bestimmen, könnte aber vorgeschichtlich sein. Vielleicht findet sich ja noch mehr?
Viele Grüße,
XXXXXX XXXXXX
Gruß, Kalle
Grenzton:
Hallo Freunde der toten Tiere!
Das hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe am Wochenende die Fundstelle nochmal aufgesucht, in einer benachbarten Baustelle bin ich dann auch wieder fündig geworden.
Dort zeigen sich bis ca. 5 Meter unter der Oberfläche, mehrere Horizonte aus Holzresten, Humus, und feinen Geröllen die aus dem Untergrund wie in einem Bachlauf auf Linsengröße aufgerieben wurden.
Dort fand ich wieder einen Zahn und mehrere Knochen die offentsichtlich nicht ausschliesslich von einer Spezies abstammen.
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